Stadtohr

Stadtrundgang Wuppertal · Station 2 von 15

Wittensteinstraße 320

1954/55 · tankstelle, nachkriegszeit, denkmalschutz

Ein niedriger Flachbau mit weit auskragendem Flachdach, das auf einer einzelnen runden Stütze ruht. Darunter liegt ein verglaster Raum. Rechts schließt eine lange, niedrige Reihe mit offenen Toren an. Hinter dem Bau stehen hohe Laubbäume. Davor verläuft eine Straße mit weißen Markierungen.
Foto: Atamari, CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Was Sie vor sich sehen

Ein niedriger Flachbau mit weit auskragendem Flachdach, das auf einer einzelnen runden Stütze ruht. Darunter liegt ein verglaster Raum. Rechts schließt eine lange, niedrige Reihe mit offenen Toren an. Hinter dem Bau stehen hohe Laubbäume. Davor verläuft eine Straße mit weißen Markierungen.

Ausführlich

Sie stehen an der Wittensteinstraße 320. Schauen Sie nach Norden: Dort steht das Opernhaus, bei dem der Rundgang begann. Südlich davon, hier, stand die Tankstelle, von der diese Station erzählt. Nach Osten liegt der Bahnhof Barmen. Ein Baudenkmal muss kein Schloss und keine Kirche sein, das zeigt dieser Ort. Die Tankstelle wurde 1954 und 1955 nach Plänen der Raab Karcher GmbH aus Düsseldorf für den Bauherrn Ludwig Wolferts gebaut. Architektonisch entsprach sie dem Typ, der „Normale Stützpunkt-Type“ heißt. Das Dach über den Zapfsäulen ruhte auf einer Rundstütze, die sich pilzförmig zum Vordach hin weitete. Dazu gehörte ein verglaster Raum für Kasse und Tankwart. Im Westen schloss sich eine Garagenzeile mit zehn Einstellplätzen an. Weiter östlich stand eine einzelne Wagenpflegehalle mit zwei Wagenpflegeeinheiten. Am 28. Mai 1999 wurde der gesamte Komplex als Baudenkmal anerkannt und in die Denkmalliste der Stadt Wuppertal eingetragen: Zapfsäulenüberdachung, Kassenraum, Garagenzeile und Wagenpflegehalle zusammen. In den 2000er Jahren nutzte eine Autovermietung das Gelände, um ihre Fahrzeuge unterzubringen. Der Zustand der Gebäude war schlecht. 2006 wurde bei der Unteren Denkmalbehörde ein Antrag auf Abriss gestellt. Dem Antrag wurde entsprochen, eine Sanierung sei dem Nutzer und der Eigentümerin nicht zumutbar. Im Rahmen der Umgestaltung des Barmer Bahnhofs entstehen auf dem Gelände nun neue Parkplätze. Erst unter Schutz gestellt, dann zum Abriss freigegeben: Das ist die Geschichte dieser Tankstelle in einem Satz.

Kurzfassung

Sie stehen an der Wittensteinstraße 320, südlich des Opernhauses. Hier stand eine Tankstelle, 1954 und 1955 nach Plänen der Raab Karcher GmbH aus Düsseldorf gebaut. Am 28. Mai 1999 wurde sie als Baudenkmal eingetragen. 2006 wurde ihr Abriss genehmigt.

Für Kinder

Hier stand früher eine Tankstelle, also ein Ort, an dem Autos Benzin bekommen. Sie wurde 1954 und 1955 gebaut. Das Dach über den Zapfsäulen ruhte auf runden Stützen, die oben wie Pilze aussahen. Zur Tankstelle gehörten auch Garagen für zehn Autos und eine Halle, in der Autos gepflegt wurden. Die Stadt hat sie sogar als Baudenkmal eingetragen. Später war sie in schlechtem Zustand, und man erlaubte, sie abzureißen. Auf dem Gelände entstehen jetzt Parkplätze. Wann bist du zum letzten Mal an einer Tankstelle gewesen?

Quellen

Koordinaten: 51.266716666, 7.193244444 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.