Stadtohr

Stadtrundgang Wiesbaden · Station 4 von 15

Luisenplatz

· platz, klassizismus, waterloo, nassau

Ein großer, rechteckiger Platz mit heller Kiesfläche. In der Mitte steht ein Obelisk, daneben liegt ein rundes Beet mit Muster. An einer Seite verläuft eine Reihe Bäume. An einem Ende des Platzes steht eine rote Kirche mit zwei hohen, spitzen Türmen. Rundum stehen dicht aneinandergebaute Häuser.
Foto: Wolfgang Pehlemann Wiesbaden Germany., CC BY-SA 3.0 de · Wikimedia Commons

Was Sie vor sich sehen

Ein großer, rechteckiger Platz mit heller Kiesfläche. In der Mitte steht ein Obelisk, daneben liegt ein rundes Beet mit Muster. An einer Seite verläuft eine Reihe Bäume. An einem Ende des Platzes steht eine rote Kirche mit zwei hohen, spitzen Türmen. Rundum stehen dicht aneinandergebaute Häuser.

Ausführlich

Sie stehen auf dem Luisenplatz. Er wurde 1830 im klassizistischen Stil angelegt, ein Rechteck zwischen der Luisenstraße und der Rheinstraße. Den Namen trägt er nach Luise von Sachsen-Hildburghausen, der ersten Gemahlin des Herzogs Wilhelm von Nassau, und die Luisenstraße heißt genauso. Der Platz liegt an der südlichen Achse des Historischen Fünfecks. Gedacht war er als repräsentatives Tor zur Stadt, von Süden her gesehen. Zeitweise sollte hier sogar das neue Schloss des Herzogs entstehen. Gebaut wurde es dann aber am alten Marktplatz, dem heutigen Schlossplatz, und hier kam die katholische Kirche hin. Sie steht an der Nordseite: St. Bonifatius mit den beiden 68 Meter hohen Türmen, die wir vorhin gesehen haben. Schauen Sie nach Süden, über die Rheinstraße. Dort beginnt die Adolfstraße, die ab der nächsten Querstraße als Adolfsallee weiterführt. Der Luisenplatz und die Kirche liegen in dieser Sichtachse. Klassizistische Bauten rahmen den Platz ein. Im Osten steht die Alte Münze, im Westen das ehemalige Pädagogium, und in beiden sitzt heute das Hessische Kultusministerium. Südlich des Platzes, an der Rheinstraße, steht die Hauptverwaltung der Nassauischen Sparkasse, der früheren Herzoglich-Nassauischen Landescreditcasse. In der Mitte steht das Waterloo-Denkmal, entworfen von Philipp Hoffmann, dem Baumeister der Bonifatiuskirche, mit Bildhauerarbeiten von Hermann Schies. Es ist ein Obelisk. Er erinnert an die Nassauer, die in den Befreiungskriegen 1815 bei Waterloo gefallen sind, und wurde zum fünfzigsten Jahrestag der Schlacht aufgestellt. Auf einer Seite sehen Sie über einem kupfernen Wappenschild die gekrönten Initialen FA, für Herzog Friedrich August von Nassau-Usingen, der 1815 regierte. Nassauische Truppen nahmen am 18. Juni 1815 an der Schlacht teil, unter anderem unter dem Oberbefehl von Arthur Wellesley, dem Marquess of Wellington. Ein zweites Denkmal, mit einem springenden Pferd, erinnert seit 1934 an das Erste Nassauische Feldartillerie-Regiment Nummer 27 Oranien. Nach dem Krieg diente der Platz lange als Parkplatz. 1983 und 1984 baute man darunter eine Tiefgarage, danach wurde der Platz nach historischem Vorbild wiederhergestellt. Heute ist der Luisenplatz einer der Busknotenpunkte der Stadt. Hier halten etwa zwei Drittel aller Stadtbuslinien.

Kurzfassung

Sie stehen auf dem Luisenplatz, der 1830 im klassizistischen Stil angelegt wurde. Er trägt den Namen von Luise von Sachsen-Hildburghausen, der ersten Gemahlin Herzog Wilhelms von Nassau. In der Mitte erinnert ein Obelisk an die Nassauer, die 1815 bei Waterloo fielen.

Für Kinder

Du stehst auf einem großen, rechteckigen Platz. Er wurde 1830 angelegt, vor fast zweihundert Jahren. In der Mitte steht ein Obelisk, eine hohe, spitze Säule aus Stein. Er erinnert an Soldaten aus Nassau, die 1815 in der Schlacht bei Waterloo gefallen sind. Ein zweites Denkmal zeigt ein springendes Pferd. Lange Zeit war der Platz ein Parkplatz. Dann baute man darunter eine Tiefgarage und machte den Platz wieder so, wie er früher war. Heute halten hier viele Busse. Wie viele siehst du?

Quellen

Koordinaten: 50.0783, 8.23972 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.