
Ein sehr breites, klassizistisches Gebäude in hellem Gelb. In der Mitte tritt ein Portikus mit Säulen vor, über ihm sitzt eine kleine Kuppel mit Laterne. Zu beiden Seiten schließen lange, symmetrische Flügel mit dunklen Dächern an. Sie haben mehrere Reihen gleichmäßiger Fenster. Davor liegen Rasen und ein gerader Weg.
Sie stehen vor dem Museum Wiesbaden an der Ecke Wilhelmstraße und Rheinstraße. Es ist ein Haus für Kunst und Natur und eines von fünf Hessischen Landesmuseen. Seine Gründung geht auf die Bürger der Stadt zurück und auf Johann Wolfgang von Goethe, der 1814 und 1815 in Wiesbaden zur Kur war und sehr auf eine solche Einrichtung hinwirkte. 1825 veranlasste er den Frankfurter Privatsammler Johann Isaac von Gerning, dem Herzogtum Nassau seine Sammlungen von Kunstwerken, Altertümern und Naturalien gegen eine Leibrente zur Verfügung zu stellen. Daraus wurden drei Museen: für Kunst, für Natur und für Altertümer. Die drei Museen und die Landesbibliothek fanden ab 1821 Platz im Erbprinzenpalais an der Wilhelmstraße. Mitte des 19. Jahrhunderts wurde auch das zu klein. 1899 übernahm die Stadt die Museen, und 1913 wurde nach Plänen von Theodor Fischer der Grundstein für diesen Neubau mit drei Flügeln gelegt. Hier stand zuvor die Bankiersvilla Mons, in der bis 1906 das Empfangsgebäude des Ludwigsbahnhofs untergebracht war. Am 1. Oktober 1915 wurde die Gemäldegalerie eröffnet, die anderen Häuser folgten nach dem Ersten Weltkrieg. Nach 1945 machten die Amerikaner, die in Wiesbaden Station bezogen, das Museum zum Central Collecting Point. Gezeigt wurden eingelagerte Kunstschätze, etwa die Büste der Nofretete oder der Mann mit dem Goldhelm, den man damals Rembrandt zuschrieb. Danach baute man ab den 1950er Jahren mit sehr sparsamen Mitteln wieder eine Sammlung auf. Clemens Weiler, damals Direktor des Kunstmuseums, hatte großen Anteil an der Alexej-von-Jawlensky-Sammlung, der heute bedeutendsten Sammlung des Hauses. Seit 1973 gehören die Museen dem Land Hessen. Zwei Kapitel zeigen, wie das Haus mit seiner eigenen Geschichte umgeht. 1937 verlor das Nassauische Landesmuseum, einer der Vorgänger, bei der Aktion „Entartete Kunst“ weit über fünfhundert Werke, die die Nationalsozialisten beschlagnahmten. Und im Oktober 2014 zeigte das Museum das Gemälde Die Labung von Hans von Marées nur noch mit der Rückseite. Es war 1935 geraubt worden und 1980 ins Museum gelangt. Erst als genug Spenden für den nun rechtmäßigen Kauf zusammen waren, wurde es wieder gewendet. Seit 2015 sitzt hier die zentrale Stelle für Provenienzforschung des Landes Hessen.
Sie stehen vor dem Museum Wiesbaden an der Ecke Wilhelmstraße und Rheinstraße. Es ist ein Haus für Kunst und Natur und eines von fünf Hessischen Landesmuseen. Die Anfänge reichen bis 1825 zurück, als Goethe auf die Gründung hinwirkte.
Du stehst vor einem Museum für Kunst und Natur. Bei der Gründung half ein berühmter Dichter: Johann Wolfgang von Goethe. Nach dem Zweiten Weltkrieg lagerten hier berühmte Kunstwerke, zum Beispiel die Büste der Nofretete. Und 2014 drehte das Museum einmal ein Gemälde um, sodass man nur die Rückseite sah. Das Bild war 1935 von den Nationalsozialisten geraubt worden. Das Museum wollte es rechtmäßig kaufen, aber das Geld fehlte. Erst als genug Spenden zusammen waren, wurde das Bild wieder gedreht. Warum hat das Museum das wohl so gemacht?
Koordinaten: 50.0775, 8.245833 · auf der Karte