
Ein großes, mehrgeschossiges Hotel an einer Straßenecke mit heller, gelblicher Fassade. Die Fenster stehen in dichten Reihen, im Erdgeschoss sitzen Rundbögen. Die Front hat Balkone und Fahnenmasten. Davor liegen eine Rasenfläche, eine Straße und hohe Bäume. Links daneben steht ein kleineres Haus.
Sie stehen vor dem Hotel Nassauer Hof am Kaiser-Friedrich-Platz, direkt an der Wilhelmstraße, gegenüber den Kurhauskolonnaden. Es zählt zu den großen Grandhotels der Welt. 2005 wurde es als erstes Hotel in Deutschland in die Klasse Fünf Sterne Superior aufgenommen. Die Geschichte des Hauses beginnt 1813. Damals eröffnete der Gastwirt Johann Freinsheim das Deutsche Haus und nannte es drei Jahre später Hotel Nassau. 1819 kaufte die Familie Goetz das Gebäude und ließ es in klassizistischen Formen umgestalten. 1827 eröffnete in der Nähe das herzogliche Hoftheater, wovon auch die Familie Goetz profitierte. 1840 wurde die Eisenbahnverbindung nach Frankfurt eröffnet, und die Gäste konnten bequem mit dem Zug anreisen. Unter ihnen war Fjodor Dostojewski. Er stieg im Hotel Nassau ab, verspielte im Spielkasino all sein Geld und schrieb aus dieser Not den Roman Der Spieler. Darin lebt Wiesbaden als Roulettenburg weiter. 1897 weihte Kaiser Wilhelm II. direkt vor dem Hotel ein Denkmal seines Vaters ein. Im selben Jahr wurde das angrenzende Hoftheater in den Hotelkomplex integriert. 1903 wurde das Hotel Zeuge einer Begegnung von Kaiser Wilhelm II. mit Zar Nikolaus II. 1907 erhielt das Haus unter Leitung des Architekten Alfred Schellenberg eine wilhelminische Fassade und wurde erweitert. Es hatte nun 200 üppig ausgestattete Zimmer und ein luxuriöses Thermalbad. 1917 ging die Familientradition der Goetz zu Ende. Von 1940 bis 1944 tagte hier die Waffenstillstandskommission nach der Kapitulation Frankreichs. Zum Ende des Zweiten Weltkriegs brannte das Hotel komplett ab. 1950 begann der Wiederaufbau durch den Architekten Ernst Neufert, der das Gebäude zweifach aufstockte und die Fassade vereinfachte. 1966 fand hier die Bilderberg-Konferenz statt. 1988 feierte Otto Waalkes im Haus seinen 40. Geburtstag, der Stargast war ein echter kleiner Elefant. Das Haus hat 135 Zimmer, 23 Suiten und eine Präsidentensuite und ein Schwimmbad, das aus der eigenen Thermalquelle gespeist wird, der Spiegelquelle. Das Restaurant Ente trägt seit 1980 einen Michelinstern. 2025 wurde die Immobilie verkauft. Eine vollständige Grundsanierung ist geplant, das Haus soll ab 2026 für zwei Jahre schließen. Die Wiedereröffnung ist für 2028 vorgesehen.
Sie stehen vor dem Hotel Nassauer Hof am Kaiser-Friedrich-Platz, direkt an der Wilhelmstraße. Es zählt zu den großen Grandhotels der Welt. Seine Geschichte begann 1813 mit dem Deutschen Haus. Zu den Gästen zählten Kaiser Wilhelm II. und Fjodor Dostojewski.
Du stehst vor einem der berühmtesten Hotels der Stadt. Es ist über zweihundert Jahre alt und hat 1813 als Gasthaus angefangen. Zu den Gästen zählten ein Kaiser und ein Zar. Auch der russische Schriftsteller Dostojewski war hier. Er verspielte im Spielkasino sein ganzes Geld. Aus dieser Not schrieb er ein Buch, es heißt Der Spieler. 1988 kam zu einer Geburtstagsfeier im Hotel ein echter kleiner Elefant. Und im Schwimmbad des Hotels fließt Wasser aus einer eigenen heißen Quelle. Würdest du dort gern schwimmen?
Koordinaten: 50.08472, 8.24367 · auf der Karte