
Sie stehen vor dem Hotel Schwarzer Bock am Kranzplatz, in der Nähe des Kochbrunnens. Drei Häuser nördlich liegt das ehemalige Hotel Rose, in dem seit September 2004 die Hessische Staatskanzlei sitzt. Die Geschichte dieses Geländes reicht bis in die Zeit der römischen Siedlung Aquae Mattiacorum zurück. Im Keller fand man bei Bauarbeiten römische Grabsteine und Ziegel und stieß auf Reste eines Hypocaustums, einer römischen Bodenheizanlage. Die erste belegte Jahreszahl ist 1486. Sie steht heute in der Tür der Hotelbar. Die ersten Nachrichten über Badehäuser in Wiesbaden stammen aus dem 14. Jahrhundert. Der erste Besitzer soll der Bürgermeister Philipp zu Bock gewesen sein. Nach seinen schwarzen Haaren sei das Haus Zum schwarzen Bock genannt worden. Im 16. Jahrhundert richteten Brände in Wiesbaden große Schäden an, 1578 wurde das Haus von Hermann Burg neu aufgebaut. Im Dreißigjährigen Krieg wurden die Offiziere durchziehender Truppen in den Badehäusern untergebracht, vor allem der Bock war stark belegt. 1662 war der Bock wieder in Betrieb, er hatte nun zwei Massenbäder. Als Eigentümerin wird 1662 Elisabeth Hoffmann genannt, die Pfarrerin im Bock, die am 30. September 1676 in Idstein Opfer der Hexenverfolgung wurde. Um 1712 wurde das Haus neu erbaut, und 1736 erhielt es die Auszeichnung Badehaus ersten Ranges. Der Besitzer Johann Philipp Schramm richtete zudem ein Ross- und Pferdebad ein. 1834 wurde der Bock an das Ehepaar Rudolph verkauft. Das Haus hatte inzwischen 47 Räume und konnte täglich 50 Bäder abgeben. Im Schwarzen Bock schrieb Dostojewski an seinem Roman Der Spieler. 1906 war die Drei Lilien Quelle fertig, in der alle Quellen auf dem Gelände vereint wurden. Der Name ist angelehnt an die drei Lilien im Wiesbadener Wappen. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Obergeschosse zerstört. Danach hielten die Amerikaner das Gebäude zwölf Jahre besetzt, 1948 bis 1949 hatte hier General William Henry Tunner, der Organisator der Berliner Luftbrücke, sein Hauptquartier. Erst 1957 bekam die Familie Schäfer das beschädigte Hotel zurück. Seit 1995 steht das Hotel unter dem Management von Radisson Blu. Das Hotel verfügt über eine eigene Thermalquelle mit 36 Grad Celsius und das Ingelheimer Zimmer, dessen Ausstattung aus dem Ingelheimer Schloss stammt.
Sie stehen vor dem Hotel Schwarzer Bock am Kranzplatz, in der Nähe des Kochbrunnens. Die erste belegte Jahreszahl ist 1486. Schon die Römer nutzten das Gelände. Das Hotel hat eine eigene Thermalquelle mit 36 Grad Celsius.
Du stehst vor einem Hotel mit römischen Spuren im Keller. Dort fand man bei Bauarbeiten römische Grabsteine, Ziegel und Reste einer Bodenheizung. Das Hotel heißt Schwarzer Bock. Der Name kommt angeblich von einem Bürgermeister mit schwarzen Haaren, so erzählt man es. Früher war das Haus ein Badehaus. Brände und Kriege zerstörten viel, und es wurde mehrmals wieder aufgebaut. Heute hat das Hotel eine eigene Thermalquelle mit 36 Grad. Hast du schon einmal in warmem Quellwasser gebadet?
Koordinaten: 50.08536, 8.24171 · auf der Karte