Stadtohr

Stadtrundgang Stuttgart · Station 10 von 14

Staatsoper Stuttgart

1909–1912 · oper, theater, uraufführung, littmann

Staatsoper Stuttgart
Foto: siehe Dateiseite, siehe Dateiseite · Wikimedia Commons

Ausführlich

Sie stehen vor dem Großen Haus der Staatsoper Stuttgart, im Oberen Schlossgarten. Das neuklassizistische Haus ist eines der bedeutendsten Werke seines Architekten Max Littmann. Die Staatsoper zählt zu den bedeutendsten Opernhäusern Europas. Zusammen mit dem Stuttgarter Ballett und dem Schauspiel Stuttgart bildet sie die Württembergischen Staatstheater, das größte Mehrspartenhaus Europas. Ihre Geschichte beginnt im 17. Jahrhundert, im Neuen Lusthaus. Dort wurde 1660 das Singspiel Der Raub der Proserpina aufgeführt, unter der Leitung des Hofkapellmeisters Samuel Capricornus. Es gilt als erste Opernaufführung. 1750 wurde das Lusthaus zum Opernhaus. 1811 und 1845 baute man es zum Königlichen Hoftheater um. 1902 brannten die Hoftheater nieder. Daraufhin ließ der Münchner Architekt Max Littmann von 1909 bis 1912 ein Zweihaustheater bauen, ein Großes und ein Kleines Haus, hier im Schlossgarten. Zu den ersten Aufführungen nach der Einweihung gehörte die Uraufführung von Ariadne auf Naxos von Richard Strauss und Hugo von Hofmannsthal, am 25. Oktober 1912 im Kleinen Haus. Der Komponist dirigierte selbst. Das Kleine Haus wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, das Große Haus blieb erhalten. Nach dem Ersten Weltkrieg hieß das Theater Württembergische Landestheater. Das Große Haus hat 1.404 Plätze. In der Saison 2019/2020 zählte allein die Oper rund 230.000 Besucher, etwa 16.000 davon Abonnenten. Die Kritiker der Zeitschrift Opernwelt wählten sie mehrfach zum Opernhaus des Jahres, sechsmal während der Intendanz von Klaus Zehelein, zwischen 1994 und 2006, und 2016 unter Jossi Wieler. Der Staatsopernchor wurde dreizehnmal Chor des Jahres. Die Staatsoper brachte viele Werke zur Uraufführung, 1921 Mörder, Hoffnung der Frauen von Paul Hindemith, zwischen 1957 und 1968 mehrere Werke von Carl Orff und 1984 Echnaton von Philip Glass. Und dann die Jungen. 1997 begann die Junge Oper, bei der Kinder und Jugendliche hinter und auf der Bühne an Opern-Projekten mitarbeiten. Die erste Aufführung war Der gestiefelte Kater von César Cui. Seit der Spielzeit 2018/2019 hat sie eine eigene Spielstätte im Stuttgarter Norden, mit hundert Sitzplätzen.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Großen Haus der Staatsoper Stuttgart im Oberen Schlossgarten. Max Littmann baute das neuklassizistische Haus von 1909 bis 1912. Die Staatsoper zählt zu den bedeutendsten Opernhäusern Europas. Ihre Geschichte reicht bis ins 17. Jahrhundert zurück.

Für Kinder

Das ist die Oper von Stuttgart. Auf der Bühne wird eine Geschichte gesungen. Die erste Opernaufführung in Stuttgart gab es schon 1660. Das Große Haus, vor dem du stehst, wurde von 1909 bis 1912 gebaut und hat 1.404 Plätze. Es gibt auch eine Junge Oper. Dort helfen Kinder und Jugendliche auf der Bühne und dahinter mit. Ihre erste Aufführung war Der gestiefelte Kater. Kennst du diese Geschichte?

Quellen

Koordinaten: 48.77957, 9.1846 · auf der Karte

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