
Sie stehen an der Staatsgalerie Stuttgart. Sie besteht aus drei Gebäudeteilen, die für verschiedene Epochen der Museumsarchitektur stehen. Die Neue Staatsgalerie, die vorige Station, ist der jüngste. Zuerst aber der älteste. 1843 eröffnete hier das Königliche Museum der Bildenden Künste, gegründet von König Wilhelm I. Es war eine Gesamtkunstanstalt. In ihr kamen die Stuttgarter Kunstschule und die Kunstsammlungen des Staates zusammen. Die Sammlungen dienten zunächst als Lehrsammlungen für die Kunstschüler: Gemälde, viele Gipsabgüsse von Plastiken und das Kupferstichkabinett. Gebaut wurde das dreiflügelige, klassizistische Gebäude von 1838 bis 1842 nach Plänen von Gottlob Georg von Barth. Von 1881 bis 1888 erweiterte Albert von Bok es um zwei Flügel nach hinten. Nach dem Ende der Monarchie hieß das Haus Württembergische Staatsgalerie. 1944 wurden bei den schweren Bombenangriffen das ehemalige Kronprinzenpalais an der Königstraße, das zur Staatsgalerie gehörte, und das Haus an der Neckarstraße zerstört, dieses nahezu vollständig. Es wurde ab 1946 wiederaufgebaut und 1958 neu eröffnet. Dann der Neubau. 1974 schrieb das Land Baden-Württemberg einen Ideenwettbewerb für das Museumsgelände aus. 1977 folgte ein internationaler, beschränkter Wettbewerb für einen Erweiterungsbau. Einstimmiger Sieger war das Londoner Büro von James Stirling und Michael Wilford. Am 9. März 1984 wurde die Neue Staatsgalerie eingeweiht. Schauen Sie auf die Fassade: Travertin und Sandstein wechseln sich ab, dazu kommen grellgrüne Fenster, bunte Stahlträger und pinkblaue Handläufe. Das Haus zitiert historische Bauformen, ironisch verfremdet. Das war zunächst heftig umstritten. Frei Otto und der Kritiker Friedrich Achleitner warfen Stirling Monumentalität und viele historische Zitate vor. Das galt als Tabubruch, denn die deutsche Nachkriegsarchitektur war dem Monumentalen aus dem Weg gegangen. Stirling antwortete, er hoffe, der Bau sei monumental geworden, weil Monumentalität zur Tradition öffentlicher Bauten gehört. Aber ebenso hoffe er, er sei informell und volkstümlich geworden. Im ersten Jahr lag das Haus bei den Besucherzahlen auf Platz zwei in Deutschland. 1985 wurde vor dem Haupteingang die Skulptur Die Liegende von Henry Moore aufgestellt. Zwischen 2000 und 2002 entstand ein dritter Bau, ein Anbau für die Graphische Sammlung mit mehr als 400.000 Objekten. Er ist fünf Geschosse hoch und 70 Meter lang und durch zwei Glasbrücken mit der Alten Staatsgalerie verbunden. Das Haus wird derzeit saniert, voraussichtlich bis 2034.
Sie stehen an der Staatsgalerie Stuttgart, einem der wichtigsten Kunstmuseen Baden-Württembergs. König Wilhelm I. gründete sie. Das Gründungsgebäude, die klassizistische Alte Staatsgalerie, wurde 1843 eröffnet. 1984 kam der Erweiterungsbau von James Stirling dazu, die postmoderne Neue Staatsgalerie.
Das alte Gebäude ist von 1843, ein König hat dieses Museum gegründet. Daneben steht ein neues Haus von 1984. Es ist sehr bunt: grellgrüne Fenster, bunte Stahlträger und pinkblaue Handläufe. Manche Leute fanden es zuerst seltsam. Im Jahr 1985 wurde davor eine Skulptur von Henry Moore aufgestellt. Sie heißt Die Liegende. Wie sieht wohl eine Liegende als Skulptur aus?
Koordinaten: 48.780227777, 9.186875 · auf der Karte