
Sie stehen vor der Nikolaikirche. Sie wurde ab 1230 erbaut und gilt damit als eine der ältesten noch erhaltenen Hallenkirchen im Ostseeraum. Sie ist eine der drei erhaltenen großen Pfarrkirchen der Stadt und nach dem Bischof Nikolaus von Myra benannt, dem Schutzpatron der Fischer und Seefahrer. 1257 wird sie erstmals erwähnt, 1312 wurde sie geweiht. Gebaut wurde sie als Backsteinkirche auf einem Feldsteinsockel, dreischiffig, mit Kreuzrippengewölben auf Rundpfeilern. Im 15. Jahrhundert kamen der Chor und, nach Westen, ein Joch des Schiffes mit dem mächtigen quadratischen Turm hinzu. Schauen Sie auf den Chor. Das Gelände fällt hier ab, deshalb musste er so hoch gebaut werden, dass unter ihm ein Straßendurchgang blieb, der Schwibbogen. Über der Durchfahrt ist ein Bildnis des Heiligen Nikolaus zu sehen. Der ursprüngliche Turm war schlank und gotisch-spitz, mit 132 Metern überragte er die benachbarte Petrikirche. 1703 zerstörte ihn ein Orkan, 1706 erhielt er ein Pyramidendach mit einer barocken Laterne. Dann kam der April 1942. Beim Vier-Nächte-Bombardement der britischen Luftwaffe vom 23. bis zum 27. April brannten Turm und Kirchenschiff völlig aus, das Gewölbe des Schiffes stürzte ein. Die Orgel, die in Rostock einzigartige barocke Kanzel und das mittelalterliche zinnerne Taufbecken wurden zerstört. Einige Holzschnitzereien und der Hochaltar wurden durch Auslagerung gerettet. Der restaurierte gotische Hochaltar steht heute im nördlichen Querschiff der Marienkirche. 1948 wurde der Chorraum als Notkirche eingeweiht. Kirchenschiff und Turm standen bis 1976 nur als Ruine mit einem Behelfsdach. 1974 legte man die Gemeinden St. Petri und St. Nikolai zusammen und beschloss, die Nikolaikirche als Gemeindekirche aufzugeben. Ab 1976 wurde sie wiederhergestellt, mit Geld aus einem Kirchenbauprogramm in der DDR. In den Turm kamen Büros, und, für die Zeit ungewöhnlich, in das wieder errichtete Dach drei Wohnetagen. Am 5. Juli 1994 wurde die Kirchenhalle feierlich wiedereröffnet, mit einer Aufführung der h-Moll-Messe von Johann Sebastian Bach. Gottesdienste finden zu festen Terminen statt, etwa zu Weihnachten und am Reformationstag, dazu gelegentlich an Sonntagen. Meist wird die Kirche als Konzertkirche genutzt. Für Konzerte steht seit 2002 eine große Orgel mit 35 Registern zur Verfügung, die 1971 für eine Kirche im bayerischen Rummelsberg gebaut wurde. Seit 2020 gibt es ein tägliches Abendläuten, und alle Glocken werden von Hand geläutet.
Sie stehen vor der Nikolaikirche, die ab 1230 erbaut wurde und als eine der ältesten noch erhaltenen Hallenkirchen im Ostseeraum gilt. Sie ist nach dem Bischof Nikolaus von Myra benannt. 1942 brannte sie aus. Heute dient sie vor allem als Konzertkirche.
Diese Kirche ist nach dem heiligen Nikolaus benannt, dem Schutzpatron der Fischer und Seefahrer. Der Bau begann 1230, die Kirche ist also fast achthundert Jahre alt. Unter dem hohen Chor führt ein Durchgang hindurch, der Schwibbogen, weil das Gelände hier abfällt. Im Krieg brannte die Kirche aus, und viele Jahre war sie eine Ruine. Als man sie wieder aufbaute, wurden im Dach sogar Wohnungen eingebaut. Heute gibt es hier Konzerte, und die Glocken werden von Hand geläutet. Findest du den Durchgang unter dem Chor?
Koordinaten: 54.0878, 12.1465 · auf der Karte