
Eine große Kirche mit gelb verputztem, vieleckigem Chor und dunkelgrünen Metalldächern. Hohe Spitzbogenfenster mit Maßwerk gliedern den Chor. Dahinter erhebt sich ein Turm aus Naturstein mit Uhr und einer sehr hohen, schlanken, dunkelgrünen Spitze. Links unten liegt ein Spitzbogenportal. Davor stehen eine Laterne und kahle Bäume.
Sie stehen vor St. Katharinen, einer spätgotischen Hallenkirche. Schauen Sie den Turm hinauf: Er ist 103 Meter hoch und prägt seit Jahrhunderten das Stadtbild. Die Kirche steht in der Altstadt, aber sie begann einmal draußen. In der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts entstand vor den Mauern der Binnenburg, so nannte man damals den ummauerten Kern, bei den Stadthöfen des Adels eine kleine Kirche. Sie gehörte noch zum Kirchspiel des Domes. 1248 wird sie erstmals mit dem Namen St. Katharinen erwähnt. Dass sie der heiligen Katharina gewidmet wurde, geht vermutlich auf Pilger zurück, die aus dem Heiligen Land zurückgekehrt waren und die Verehrung der Katharina nach Osnabrück gebracht hatten. Der Legende nach war Katharina eine gelehrte Fürstentochter aus Alexandrien. Sie soll fünfzig der berühmtesten Gelehrten des Kaisers zum christlichen Glauben bekehrt haben. Dem Kaiser warf sie vor, seine Götter seien leerer Wahn. Er ließ sie mit dem Schwert töten. Der heutige Bau wurde ab etwa 1300 mit mehreren Unterbrechungen errichtet und um 1500 weitgehend vollendet. 1543 wurde in St. Katharinen die Reformation eingeführt. Während der Friedensverhandlungen von 1643 bis 1648 bot die Kirche der schwedischen Gesandtschaft Raum für Gottesdienste und Begegnungen. In der Nähe entstand ab 1669 das Schloss, von 1673 an die Residenz der evangelischen Fürstbischöfe. Deshalb diente St. Katharinen auch als Hofkirche. 1868 geriet bei Renovierungsarbeiten die barocke Turmspitze in Brand, die neue Spitze war erst 1880 fertig. Am 25. März 1945, einem Palmsonntag, wurde die Kirche beim letzten Luftangriff auf Osnabrück ein Opfer der Flammen. 1950 weihte man sie wieder ein. 1990 schloss man sie für eine Grundinstandsetzung des Innenraums, im November 1992 wurde sie wiedereröffnet. Im Turm hängt ein vierstimmiges Geläut, 1955 vom Bochumer Verein gegossen. Es ist das zweitgrößte der Stadt. Im Inneren steht seit 2023 der erste Teil einer neuen Orgel, der Friedensorgel von Metzler Orgelbau aus der Schweiz. Sie war ursprünglich für 2018 geplant, Finanzierungsschwierigkeiten verzögerten den Baubeginn. Die alte Orgel wurde 2022 abgebaut und nach Litauen verkauft. Zusammen mit dem Schloss, dem Ledenhof, den Klostermauern des Barfüßerklosters und den alten Pfarrhäusern bildet die Kirche ein Ensemble aus alten Zeiten. Der Ledenhof ist unsere nächste Station.
Sie stehen vor St. Katharinen, einer spätgotischen Hallenkirche. Ihr Turm ist 103 Meter hoch und prägt das Stadtbild. 1248 wird die Kirche erstmals mit Namen erwähnt, der heutige Bau entstand ab etwa 1300. Während der Friedensverhandlungen hielt hier die schwedische Gesandtschaft Gottesdienste.
Du stehst vor einer Kirche mit einem sehr hohen Turm. Er ist 103 Meter hoch. Die Kirche heißt St. Katharinen, nach der heiligen Katharina. Der Legende nach war sie eine gelehrte Fürstentochter. Sie soll fünfzig Gelehrte des Kaisers vom christlichen Glauben überzeugt haben. Die Kirche ist über 500 Jahre alt. Im Zweiten Weltkrieg brannte sie aus, 1950 wurde sie wieder eingeweiht. Im Turm hängen vier Glocken. Wie weit musst du den Kopf in den Nacken legen, um die Spitze des Turms zu sehen?
Koordinaten: 52.2731, 8.04278 · auf der Karte