Stadtohr

Stadtrundgang Osnabrück · Station 15 von 16

Marktbrunnen

13. Jahrhundert · brunnen, markt, archaeologie

Marktbrunnen
Foto: siehe Dateiseite, siehe Dateiseite · Wikimedia Commons

Ausführlich

Sie stehen am Marktbrunnen, vor dem Haus Markt 26, dem Geburtshaus von Justus Möser. Möser wurde 1720 in Osnabrück geboren und war Jurist, Politiker und Historiker. Im Hotel Walhalla war er einer der prominentesten Gäste, und gleich treffen wir ihn noch einmal. Schauen Sie auf den Boden. Der Brunnen ist mit einer achteckigen Bronzeplatte mit Schaufenstern abgedeckt. Er stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde wahrscheinlich bei Pflasterarbeiten im 17. Jahrhundert verfüllt. Auf einem Kupferstich von 1633 sieht man, dass auf dem Brunnen der Osnabrücker Pranger stand. Um das Jahr 900 erhielt das Bistum das Marktrecht. Der Markt fand zunächst in der Domburg statt. Als der Platz dort nicht mehr reichte, legte man außerhalb, westlich der Befestigung, den Marktplatz an, auf einer inselartigen Sandkuppe. Dort entstand auch die Vorgängerkirche der Marienkirche. 1984 wurde der Brunnen bei der Umgestaltung des Marktes durch gleichzeitig laufende Kanalarbeiten wiederentdeckt. Der Archäologe Wolfgang Schlüter begleitete die Ausgrabung. Zuerst sollte der Bürgerbrunnen des Osnabrücker Künstlers Hans Gerd Ruwe über der Brunnenröhre stehen. Aus Denkmalschutzgründen ging das nicht. Er steht heute auf dem Platz des Westfälischen Friedens. Durchgesetzt hat sich der Vorschlag von Raimund Beckmann: ein achteckiges Rad mit Sichtfenstern als Abdeckung. Auf dem Markt gab es einen zweiten Brunnen, den Ratsbrunnen vor der Rathaustreppe. Ein Bronzerad im Pflaster zeigt, wo er stand.

Kurzfassung

Sie stehen am Marktbrunnen, vor dem Haus Markt 26, dem Geburtshaus von Justus Möser. Der Brunnen stammt aus dem 13. Jahrhundert. Er wurde verfüllt und 1984 bei Kanalarbeiten wiederentdeckt. Heute deckt ihn eine achteckige Bronzeplatte mit Schaufenstern ab.

Für Kinder

Du stehst auf dem Markt. Unter deinen Füßen liegt ein Brunnen aus dem 13. Jahrhundert. Er wurde zugeschüttet und vergessen. 1984 wurde er bei Arbeiten an den Kanälen wiederentdeckt. Heute liegt eine achteckige Bronzeplatte mit Fenstern darüber. Such die Fenster und schau hinein. Was siehst du? Ein zweiter Brunnen lag vor der Rathaustreppe. Dort zeigt ein Bronzerad im Boden, wo er stand. Kannst du es finden?

Quellen

Koordinaten: 52.277763, 8.04256 · auf der Karte

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