Stadtohr

Stadtrundgang Osnabrück · Station 13 von 16

Erich Maria Remarque-Friedenszentrum

1996 · literatur, frieden, archiv, museum

Erich Maria Remarque-Friedenszentrum
Foto: siehe Dateiseite, siehe Dateiseite · Wikimedia Commons

Ausführlich

Sie stehen vor dem Erich Maria Remarque-Friedenszentrum. Es wurde 1996 eröffnet, die Stadt Osnabrück betreibt es, die Stiftung Niedersachsen unterstützte den Aufbau mit Projektmitteln. Das Zentrum beherbergt das Remarque-Archiv, eine Arbeitsstelle für Krieg und Literatur und eine Dauerausstellung zu Leben und Werk des Schriftstellers. Im September 1996 wurde zunächst die Ausstellung Remarque am Markt eröffnet. Die formelle Eröffnung des Friedenszentrums feierte man am 19. Juni 1998. Erich Maria Remarque wurde am 22. Juni 1898 in Osnabrück als Erich Paul Remark geboren, als zweiter Sohn eines Buchbinders. Er wuchs mit seinen beiden Schwestern in einem kleinbürgerlichen, katholischen Elternhaus auf. Mit 18 wurde er zur Armee eingezogen und am 31. Juli 1917 an der Westfront in Flandern schwer verwundet. Er überlebte. Jahre später verarbeitete er seine Erfahrungen und die vieler anderer Soldaten in dem Roman Im Westen nichts Neues, der die Folgen des Ersten Weltkriegs für den einzelnen Soldaten schildert. Bis heute gilt er als internationales literarisches Symbol gegen die Schrecken des Krieges. Kurz vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Januar 1933 verließ Remarque Deutschland und kehrte nie wieder für längere Zeit zurück. Er lebte im Exil in der Schweiz und in den USA. Am 25. September 1970 starb er in Locarno, sein Grab liegt in Porto Ronco. Die Dauerausstellung trägt den Titel Unabhängigkeit, Toleranz, Humor. Sie ist durchgehend deutsch und englisch gehalten und folgt in sieben Abschnitten seinem Leben, von der Jugend in Osnabrück bis zum Tod. Zu den Originalen zählen seine Totenmaske und sein Schreibtisch. Remarques Werke wurden in mindestens 60 Sprachen übersetzt. Das Archiv besitzt die weltweit umfangreichste Sammlung zu ihm. Den Grundstein legte 1985 eine Dokumentationsstelle an der Universität Osnabrück. Hanns-Gerd Rabe, der Remarque seit den 1920er Jahren kannte, hatte schon zu dessen Lebzeiten Dokumente gesammelt. Am 26. Mai 1989 wurde das Archiv eröffnet, zunächst in den Räumen der Universitätsbibliothek. Auch im Hotel Walhalla war Remarque Gast.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Erich Maria Remarque-Friedenszentrum. Es zeigt eine Dauerausstellung zu Leben und Werk des 1898 in Osnabrück geborenen Schriftstellers und beherbergt das weltweit umfangreichste Archiv zu ihm. Remarque schrieb den Roman Im Westen nichts Neues.

Für Kinder

Du stehst vor einem Haus, das an einen Schriftsteller erinnert. Erich Maria Remarque wurde 1898 in Osnabrück geboren. Als junger Mann musste er in den Krieg und wurde schwer verwundet. Später schrieb er ein Buch über Soldaten im Ersten Weltkrieg. Es heißt Im Westen nichts Neues und wurde in mindestens 60 Sprachen übersetzt. Drinnen steht sein Originalschreibtisch. Was, glaubst du, wollte er den Menschen mit diesem Buch über den Krieg sagen?

Quellen

Koordinaten: 52.277344444, 8.041983333 · auf der Karte

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