
Sie stehen weiterhin vor dem Schloss, denn hier hat das Landesmuseum Kunst und Kultur Oldenburg seinen Sitz. Bis 2021 hieß es Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Der Anlass für die Umbenennung war sein hundertjähriges Gründungsjubiläum. Zur Jahreszahl der Gründung gibt es zwei Angaben: Wikidata nennt 1919, andere Quellen 1921. Die Abfolge im Schloss sieht so aus: Die Regierung des Freistaates Oldenburg bestimmte es 1919 und 1920 zum Landesmuseum, das Museum wurde 1921 gegründet und 1923 der Öffentlichkeit übergeben. Von 1921 bis 1951 leitete es Walter Müller-Wulckow. Den Grundstock bilden die Großherzoglichen Sammlungen, die vorher privat waren. Als der letzte Großherzog Friedrich August im November 1918 abdankte, wurde das Schloss komplett geräumt. Darum stammt die Möblierung der Prunkräume weitgehend aus den frühen 1920er Jahren. Fußböden und Stuckdecken sind dagegen noch aus dem 19. Jahrhundert. Eine Geschichte gehört zum ovalen Empfangszimmer. Es wurde 1836 entworfen, weil im Jahr darauf die Tochter des Großherzogs, Amalie, den griechischen König Otto den Ersten heiraten sollte. Geplant waren eine Vertäfelung aus hellem Atlasholz und achtundvierzig Spiegelscheiben für die Türen. Zum großen Ärger des Großherzogs wurden die Arbeiten nicht rechtzeitig fertig, König Otto konnte den Raum nicht nutzen. Erst 1838, zwei Jahre nach Beginn, übergaben die Handwerker ihn dem Hofmarschallamt. Die Kunstgewerbesammlung nimmt vierhundert Quadratmeter ein: mittelalterliche Handschriften, Elfenbeinschnitzereien, Jugendstilensembles und Bauhausdesign. 1937 wurde dem Museum Kunst genommen. In der nationalsozialistischen Aktion „Entartete Kunst“ beschlagnahmte man eine große Anzahl von Werken, unter anderem von Ernst Barlach, Max Beckmann, Lyonel Feininger, Erich Heckel, Ernst Ludwig Kirchner, Paula Modersohn-Becker, Emil Nolde und Max Pechstein. 2013 erhielt das Museum aus dem Nachlass des Kunsthistorikers Gerhard Wietek mehr als siebenhundertfünfzig Autographen und Schriftstücke, darunter etwa vierhundertfünfzig Briefe und Postkarten von Karl Schmidt-Rottluff. Seit 2016 zeigt es jedes Jahr drei Wochen lang die besten Pressefotos der Welt, World Press Photo. Die beiden anderen Häuser besuchen wir noch: das Augusteum und das Prinzenpalais.
Sie stehen weiterhin am Schloss, dem Sitz des Landesmuseums Kunst und Kultur Oldenburg. Das Museum wurde 1921 gegründet und zwei Jahre später im Schloss eröffnet. Zu ihm gehören drei Häuser: das Schloss, das Augusteum und das Prinzenpalais. Es besitzt mehr als dreißigtausend Objekte.
Dieses Museum hat nicht nur ein Haus, sondern drei: das Schloss, das Augusteum und das Prinzenpalais. Zusammen besitzen sie mehr als dreißigtausend Dinge, zum Beispiel Gemälde und Zeichnungen. Angefangen hat die Sammlung bei den Großherzögen. Ihnen gehörten viele Bilder, und heute sind sie für alle da. Im Schloss kannst du Räume ansehen, in denen die Großherzöge lebten. Du findest dort auch Dinge, die aus Elfenbein geschnitzt sind, und Handschriften aus dem Mittelalter. Was würdest du ausstellen, wenn du ein eigenes Museum hättest?
Koordinaten: 53.1377, 8.21638 · auf der Karte