
Sie stehen vor dem Degodehaus am Markt. Schauen Sie auf den Fachwerkgiebel: Er kragt vierfach vor, und das Fachwerk ist rot und schwarz. Diese Farben sind an der Fassade und im Inneren erhalten oder rekonstruiert. Das Haus gilt als das älteste erhaltene Gebäude der Stadt Oldenburg und als ihr letztes mittelalterliches Patrizierhaus. Es überstand den großen Stadtbrand von 1676. Das Haus ist ein spätmittelalterliches Wohndielenhaus, und wir wissen sein Alter genau, denn die Jahreszahl steht an einem Querbalken der Giebelfront: 1502 erbaute es Christopher Stindt. Seine heutige Gestalt erhielt es von 1616 bis 1618 durch Johannes Mausolius, den Rentmeister in der gräflichen Finanzverwaltung. Er stand im Dienst von Graf Anton Günther. Sein Schwiegersohn Mylius von Gnadenfeld erbte das Haus und lebte zeitlebens darin. 1645 gab Mylius von Gnadenfeld eine bemalte Holzdecke in Auftrag. Sie zeigt in einer Allegorie die vier damals bekannten Erdteile Europa, Asien, Afrika und Amerika, nach dem Vorbild niederländischer Kupferstiche. Ab 1790 war die neununddreißig Quadratmeter große Decke unter einer Stuckdecke verborgen. 1992 wurde sie wiederentdeckt. Ehemals war es ein adlig freies Haus. Im Lauf der Zeit wechselte es mehrfach den Besitzer und diente verschiedenen Zwecken. Als Kaufmannshaus wurde es erst im 19. Jahrhundert genutzt. 1860 übernahm der aus Jever stammende Wilhelm Degode das Gebäude mit einem Kolonial- und Manufakturwarengeschäft. Erst seitdem trägt das Haus den Namen Degode. 1862 wurde in dem Haus der Maler Georg Wilhelm Degode geboren, 1872 kaufte die Familie das Gebäude. Bis in die 1960er Jahre wurde hier Kaffee geröstet. Von 1958 bis 1960 gab es im Keller einen Jazzclub namens Alluvium 1502, der wegen Brandschutzauflagen bald wieder schließen musste. Im Jahr 2013 beschädigte ein Sturm das Haus, die Schäden am Dach wurden noch im selben Jahr behoben. Das Haus gehört einem privaten Eigentümer. Heute ist ein Schuhgeschäft darin.
Sie stehen vor dem Degodehaus am Markt, dem letzten mittelalterlichen Patrizierhaus Oldenburgs. Christopher Stindt ließ es 1502 bauen, wie eine Datierung an einem Querbalken am Giebel belegt. Es überstand den großen Stadtbrand von 1676 und steht unter Denkmalschutz.
Dieses bunte Haus ist über fünfhundert Jahre alt. Es wurde 1502 gebaut, das steht sogar auf einem Balken am Giebel. Es ist ein Fachwerkhaus: Das Holzgerüst sieht man außen, rot und schwarz bemalt. Als 1676 ein großer Stadtbrand in Oldenburg wütete, blieb dieses Haus stehen. Bis in die 1960er Jahre wurde hier Kaffee geröstet. Und im Keller gab es sogar einen Jazzclub, der aber bald schließen musste. In einer Decke war lange ein Gemälde der vier Erdteile versteckt. Man fand es erst 1992 wieder. Weißt du, welche vier Erdteile darauf zu sehen sind?
Koordinaten: 53.1391, 8.21365 · auf der Karte