
Ein mehrgeschossiges Fachwerkhaus mit dunkelbraunen Balken und gelb-ockerfarbenen Gefachen unter einem steilen, roten Dach. Das Erdgeschoss ist massiv und hat drei Rundbogenfenster mit Gittern. Darüber sitzen Reihen kleiner Fenster. Links steht ein heller Putzbau mit einem Geschäft im Erdgeschoss, rechts folgt ein weiteres Fachwerkhaus.
Sie stehen vor der Flohburg, einem gotischen Fachwerkhaus und einem der ältesten und bauhistorisch wertvollsten Gebäude der Stadt. Fachwerkhäuser prägten das Stadtbild, bevor Nordhausen im April 1945 zu drei Vierteln zerstört wurde. Die Flohburg ist eines der Fachwerkhäuser, die geblieben sind. Schauen Sie auf die Fassade: Sie ist reich gegliedert, und das Haus trägt ein steiles Satteldach. 1336 war das Grundstück im Besitz der angesehenen Adelsfamilie Bart und wurde als Absteigequartier genutzt. Nach dendrochronologischen Untersuchungen, also der Datierung des Holzes, existiert die heutige Flohburg seit 1473/74. Ein Tiefkeller stammt aus dem 11. oder 12. Jahrhundert und ist wahrscheinlich einmalig in Hessen, Niedersachsen und Thüringen. Den repräsentativsten Raum des Hauses bildete die Bohlenstube aus dem Jahr 1506, die kultur- und kunsthistorisch als bedeutsam gilt. Bis zum 19. Jahrhundert gab es umfangreiche Um- und Anbauten, das Haus beherbergte unter anderem eine Fleischerei, eine Bäckerei, eine Gastwirtschaft und eine Kupferschmiede. Bis 1989 befand sich hier das erste Nordhäuser Theater. 1963 wurde die Flohburg als Kinder- und Jugendbibliothek genutzt, damals entstand ein östlicher Anbau. 1998 zog die Kinder- und Jugendbibliothek in die Stadtbibliothek um. Ab 2002 diente das Haus kulturhistorischen Sonderausstellungen. Anfang 2011 begann eine umfangreiche Sanierung und Erweiterung. Das Haus wurde entkernt, Anbauten aus DDR-Zeiten wurden entfernt, das Dach wurde erneuert. Das gesamte Projekt kostete rund 5,2 Millionen Euro, davon trug die Stadt 1,3 Millionen aus Eigenmitteln. Am 30. Juni 2012 öffnete das stadtgeschichtliche Museum, die Flohburg, das Nordhausen Museum. Seit 2014 befindet sich außerdem die Himmelgarten-Bibliothek im Haus. Zum Namen gibt es unterschiedliche Deutungen. Er könnte von den kleinen Wohnungen mit ihren vielen Bewohnern herrühren oder von den schlechten hygienischen Bedingungen im Gebäude.
Sie stehen vor der Flohburg, einem gotischen Fachwerkhaus und einem der ältesten Gebäude der Stadt. Das heutige Haus besteht nach Holzuntersuchungen seit 1473/74. Seit Ende Juni 2012 ist hier das Museum für Stadtgeschichte.
Du stehst vor der Flohburg, einem sehr alten Fachwerkhaus. Forscher haben das Holz untersucht und festgestellt: Das Haus gibt es seit 1473 oder 1474. Im Keller gibt es einen Raum, der noch viel älter ist, aus dem 11. oder 12. Jahrhundert. Früher waren hier eine Fleischerei, eine Bäckerei und eine Kupferschmiede. Bis 1989 gab es hier das erste Theater der Stadt. Später war es eine Bücherei für Kinder. Heute ist hier das Museum der Stadtgeschichte. Warum das Haus Flohburg heißt, weiß man nicht genau. Was glaubst du?
Koordinaten: 51.50466156, 10.79213905 · auf der Karte