
Ein kleines Steingebäude mit hohem, spitzem Dach aus dunklem Schiefer. Es ist aus grauem Bruchstein gemauert, in der Wand sitzen hohe Rundbogenöffnungen. An das spitze Dach schließt ein niedrigeres, langes Satteldach an. Das Gebäude steht in einer Wiese, Sträucher und Bäume verdecken Teile davon.
Sie stehen vor der evangelischen Altendorfer Kirche St. Maria im Tale. Der Name unterscheidet sie von der Kirche der seligen Jungfrau Maria auf dem Berg. Einen Vorgängerbau nutzten Zisterzienserinnen, die 1294 aus Bischofferode hierher umgesiedelt waren. Das Kloster Altendorf wurde 1526 im Zuge der Reformation aufgelöst. 1353 erfolgte ein Neubau der Kirche als dreischiffige Hallenkirche mit hochgotischem Chor. Der Baugrund war schlecht, schon im 16. Jahrhundert sollte die Kirche abgebrochen werden, weil sie baufällig geworden war. Trotzdem wurde sie 1590 wiederhergestellt. 1627 senkte sich der westliche Teil, und die darüberliegenden Gewölbe stürzten ein. 1639 baute man den westlichen Teil des Kirchenschiffs ab, 1695 auch den Turm und das nördliche Seitenschiff. Im selben Jahr wurden die hölzernen Emporen eingebaut. 1697 wurde das Gotteshaus neu eingeweiht. Durch diese Veränderungen erscheint der Chorraum nach links verschoben. Die Sakristei war einst eine Kapelle mit einem romanischen Portal. Altar und Kanzel sind aus der Mitte des 18. Jahrhunderts, ebenso der Dachreiter. Nach den Luftangriffen auf Nordhausen war sie als einzige Kirche, abgesehen von den Fenstern, unzerstört. Sie diente den anderen Gemeinden der Stadt als Gottesdienststätte. Die neuen Fenster wurden am 4. August 1946 eingesetzt. Im Herbst 1989 spielte die Kirche eine besondere Rolle. Ab September wurden hier regelmäßig Fürbittandachten gehalten. Am 4. Oktober wurden dabei Informationen über die Gründung des Neuen Forums bekannt gegeben. Am 10. Oktober wurde eine Sprechergruppe gewählt, die den Politikern einen Forderungskatalog übergeben sollte. Am 24. Oktober begann nach einem Gottesdienst in der Kirche der erste Demonstrationszug in Nordhausen. Damit ist sie der Ausgangspunkt der Friedlichen Revolution in Nordhausen. 2011 beschloss die Synode des Kirchenkreises, die Kirche als Jugendkirche zu nutzen. Es folgten umfangreiche Renovierungsarbeiten. Die Kirche erhielt an der Nordseite einen modernen Anbau mit Durchbruch zum Kirchenschiff. Am 31. Oktober 2017 wurde sie mit einem Gottesdienst eröffnet. Seit dem Sommer 2016 wird das Projekt Herzschlag Junge Kirche im Südharz als Erprobungsraum von der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland gefördert.
Sie stehen vor der Altendorfer Kirche St. Maria im Tale. Zisterzienserinnen siedelten hier 1294 an, ein Neubau von 1353 ist eine Hallenkirche. Im Herbst 1989 war sie Ausgangspunkt der Friedlichen Revolution in Nordhausen. Heute ist sie Jugendkirche.
Du stehst vor der Kirche St. Maria im Tale. Früher lebten hier Nonnen, Zisterzienserinnen, im Kloster Altendorf. Die Kirche wurde 1353 gebaut. Der Boden war schlecht, und 1627 stürzte ein Teil des Gewölbes ein. Nach dem Luftangriff auf die Stadt war sie die einzige Kirche, die fast unzerstört blieb, und die anderen Gemeinden feierten hier Gottesdienst. Im Herbst 1989 begann hier der erste Demonstrationszug in Nordhausen. Heute ist es eine Jugendkirche. Wie sieht für dich eine Kirche aus, in der sich junge Leute wohlfühlen?
Koordinaten: 51.5074, 10.79013 · auf der Karte