
Sie stehen vor dem Zeughaus im Quadrat C 5. Kurfürst Carl Theodor gab es 1777 als Zeughaus für das pfälzische Heer in Auftrag. Gebaut wurde es von 1777 bis 1779 nach Plänen des Architekten und Bildhauers Peter Anton von Verschaffelt. Es ist der zuletzt entstandene Monumentalbau der Kurfürstenzeit in Mannheim. Er gilt auch überregional als wichtiges Zeugnis weltlicher Architektur zwischen Spätbarock und Frühklassizismus. Danach wechselte seine Aufgabe mehrfach. Im 19. Jahrhundert war es eine Kaserne. 1901 ging das Gebäude in den Besitz der Stadt über, ab 1903 beherbergte es eine Gewerbehalle und das Leihamt. Schon 1908 wurde es museal genutzt, ab 1925 war im Erdgeschoss das Museum für Natur- und Völkerkunde und Urgeschichte untergebracht. Im Zweiten Weltkrieg erlitt das Gebäude erhebliche Schäden. Ab 1946 wurden sie schrittweise behoben, zunächst durch ein Notdach, und seit 1949 stand das erste Obergeschoss wieder als Museum zur Verfügung. 1953 beschloss der Gemeinderat ein neues Museum im Zeughaus, finanziert mit Mitteln aus der Stiftung der Geschwister Carl und Anna Reiß. Am 21. Januar 1957 wurde das Reiss-Museum eingeweiht. 1988 entstand auf dem Quadrat D 5 gegenüber ein Neubau für die archäologischen sowie die natur- und völkerkundlichen Sammlungen. Seitdem zeigt das Zeughaus theater- und musikgeschichtliche und kunstgeschichtliche Sammlungen. Im März 2002 beschloss der Stadtrat die Sanierung des vom Verfall bedrohten Gebäudes. Wegen erheblicher baulicher Mängel und unvertretbarer Klimaschwankungen begann im April 2003 die Generalsanierung. Pünktlich zum 400-jährigen Stadtjubiläum, am 24. Januar 2007, war sie abgeschlossen. Sie kostete 17,32 Millionen Euro und schuf 6000 Quadratmeter Ausstellungsfläche mit moderner Museumstechnik. Im Untergeschoss zeigt die Ausstellung Glanz der Antike Stücke der Griechen, Etrusker und Römer, darunter die Namenvase des Mannheimer Malers. Im Erdgeschoss liegen die Schatzkammer mit sakralen Kunstwerken und die Porzellansammlung, mit vielen Stücken der Frankenthaler Porzellanmanufaktur. Im dritten Obergeschoss zeigt die Theaterschausammlung das Original-Soufflierbuch zu Schillers Räubern aus dem Jahr 1782.
Sie stehen vor dem Zeughaus im Quadrat C 5. Kurfürst Carl Theodor ließ es 1777 bis 1779 nach Plänen von Peter Anton von Verschaffelt bauen. Es ist der zuletzt entstandene Monumentalbau der Kurfürstenzeit in Mannheim und beherbergt heute einen Teil der Reiss-Engelhorn-Museen.
Du stehst vor dem Zeughaus. Ein Kurfürst ließ es von 1777 bis 1779 bauen, für das Heer der Pfalz. Es ist der letzte große Bau aus der Zeit der Kurfürsten in Mannheim. Später war darin eine Kaserne, dann eine Gewerbehalle, und seit 1908 ein Museum. Heute gibt es hier Stücke der Griechen, Etrusker und Römer, eine Schatzkammer, Porzellan und das Soufflierbuch zu Schillers Räubern von 1782. Was würdest du in einer Schatzkammer aufbewahren?
Koordinaten: 49.4879, 8.46127 · auf der Karte