
Eine lange, schlichte Kirche mit hellgrau verputzten Wänden und steilem, rotbraunem Ziegeldach. Hohe Spitzbogenfenster reihen sich an der Längsseite, darüber sitzen kleine Dachfenster. Am linken Ende ragt ein Dachreiter mit grüner Haube auf. Die rechte Giebelseite trägt ein sehr hohes, schmales Spitzbogenfenster. Davor liegt ein gepflasterter Platz.
Sie stehen vor der Dreifaltigkeitskirche, nach dem Kloster, für das sie gebaut wurde, auch Augustinerkirche genannt. Der Bischofssitz Konstanz hatte im 13. Jahrhundert schon zwei Klöster von Bettelorden: die Dominikaner seit 1236 und die Franziskaner seit 1240. 1268 wurde innerhalb der Stadtmauern, in der Nähe des Seeufers, das Kloster der Augustiner-Eremiten gegründet. Die Stadt wies den Mönchen ein Gelände in der aufgeschütteten Flachwasserzone zu. Die Kirche entstand unmittelbar danach, einzelne bodennahe Bauteile lassen sich auf 1279 datieren. Ein Brand zerstörte 1398 einen Teil der Stadt, auch die Augustinerkirche, in nicht bekanntem Ausmaß. Sie wurde unverändert wieder aufgebaut. Während des Konzils war König Sigismund um die Jahreswende 1417/1418 Gast des Klosters. Er stiftete eine Ausmalung für das Kircheninnere, die Konstanzer Maler ausführten. Da Sigismund als säumiger Schuldner bekannt war, ist fraglich, ob er die Maler tatsächlich bezahlt hat. In der Reformationszeit wurde die Kirche profaniert und ihre Ausstattung weitgehend zerstört, nach der Rekatholisierung der Stadt wurde sie 1551 neu geweiht. Ab 1740 wurde sie im Stil des süddeutschen Barocks umgestaltet, mit Deckenfresken, Stuck und einem Gewölbe im Mittelschiff, 1745 wechselte das Patrozinium zur Dreifaltigkeit. 1802 übernahm die Spitalstiftung die Klosterbauten und die Kirche, der letzte Mönch starb 1813. Die alten Klostergebäude wurden abgebrochen, als um den 1863 neu gebauten Bahnhof ein Bahnhofsviertel entstand. Von 1873 bis 1904 nutzte die altkatholische Gemeinde die Kirche, bis sie die Christuskirche zugewiesen bekam, zu der wir noch kommen. 1905 begann Conrad Gröber, später Erzbischof von Freiburg, als Pfarrer der Dreifaltigkeitsgemeinde. Er entdeckte die spätmittelalterlichen Ausmalungen wieder. Bei der Restaurierung wurde allerdings weit weniger rücksichtsvoll verfahren, als es heute üblich ist. Von Ostern 1999 bis Juni 2006 war die Kirche geschlossen. Die wichtigste Maßnahme war die Sicherung des Baukörpers, der sich wegen des feuchten Untergrunds nach Norden abgesenkt hatte: An der 16 Meter hohen Nordwand war ein Überstand von 56 Zentimetern entstanden. Am 11. Juni 2006 wurde die Kirche wiedereröffnet. Heute ist sie eine ökumenische City-Kirche, und es finden Konzerte statt. Schauen Sie auf die Säulen im Mittelschiff. Der Fußboden liegt etwa 130 bis 190 Zentimeter höher als im Mittelalter, weil man gegen das Grundwasser immer wieder aufschüttete. Die Säulenbasen sind im Boden verschwunden, nur bei zwei Säulen ist die Basis durch einen Grabungsschacht sichtbar. Und Sie sehen keinen Glockenturm, nur einen kleinen Dachreiter. Die Fresken an den Hochwänden, 530 Quadratmeter groß, entstanden in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts.
Sie stehen vor der Dreifaltigkeitskirche, auch Augustinerkirche genannt. Sie wurde im späten 13. Jahrhundert für das Kloster der Augustiner-Eremiten gebaut. Schlichte Gotik, spätgotische Fresken und barocker Stuck machen sie zu einem der bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt.
Du stehst vor einer Kirche, die im späten 13. Jahrhundert für Mönche gebaut wurde. Sie hat keinen hohen Turm, nur ein kleines Türmchen auf dem Dach. Innen gibt es riesige Bilder an den Wänden, zusammen 530 Quadratmeter groß. König Sigismund wollte einmal Maler dafür bezahlen, aber er galt als jemand, der seine Schulden nicht gern beglich. Der Boden liegt heute 130 bis 190 Zentimeter höher als früher, weil unten das Grundwasser drückte. Darum stehen die Säulen halb im Boden. Wo siehst du eine Säule, die unten fehlt?
Koordinaten: 47.6586, 9.17472 · auf der Karte