
Eine kleine Landzunge ragt ins Wasser. Auf ihr steht ein Gebäudekomplex mit hellen Wänden und grau-braunen Dächern, die lange Hauptfront mit Fensterreihen liegt am Ufer. Rechts steht ein kleineres Haus mit orangerotem Dach, davor wachsen Bäume. Links liegen Gartenflächen mit Wiese. Hinter der Landzunge verläuft eine breite Straße, dahinter stehen Wohn- und Geschäftshäuser.
Sie stehen vor der Dominikanerinsel. Sie liegt im Bodensee unmittelbar östlich der Altstadt, ist 1,8 Hektar groß, 246 Meter lang und bis zu 100 Meter breit. Vom Altstadtbezirk Niederburg trennt sie ein nur sechs Meter breiter Stadtgraben, über den eine Brücke führt. Früher war er viel breiter, für den Bau der Bahnlinie wurde er teilweise zugeschüttet. Das große Gebäude in der Mitte ist das Steigenberger Inselhotel, untergebracht in einem früheren Dominikanerkloster. Im Schwanenteich südlich der Insel hat man Reste von Pfahlbauten gefunden, datiert auf das fünfte und dritte Jahrtausend vor Christus. Ende des zweiten Jahrhunderts vor Christus lebten hier Kelten in Fischersiedlungen. Im Jahr 780 war Karl der Große auf der Durchreise zu Gast auf der Insel. Nach unterschiedlichen Angaben wurde die Insel 1220 den Dominikanern übergeben, 1234 vom Konstanzer Bischof als Ort für ein Kloster zugewiesen, und 1236 wurde das Kloster gegründet. Um 1300 wurde in Konstanz der Mystiker und Dichter Heinrich Suso geboren, der später Mönch in diesem Kloster war. Dann das Konzil. Vom 6. Dezember 1414 bis zum 24. März 1415 wurde Jan Hus im Kerker des Klosters gefangen gehalten, im Keller des Rundturms an der östlichen Seefassade, neben dem Speisesaal der Dominikaner. Im Hotelgebäude liegt außerdem das Grab von Manuel Chrysoloras, der während des Konzils hier starb. Am 26. Juli 1785 wurde in der Kirche die letzte Messe gelesen, am Tag darauf schloss man das Kloster. Kaiser Joseph dem Zweiten lag das florierende Gewerbe mehr am Herzen als die Bettelmönche. Schon am 30. Juni 1785 hatte er die Insel dem Genfer Fabrikanten und Bankier Jacques Louis Macaire de L'Or überlassen, für eine geringe Pacht von 25 Gulden im Jahr. Macaire richtete eine Fabrik mit Indigo-Färberei ein und betrieb als Erster in Konstanz Bankgeschäfte. Er war einer von 270 Genfer Emigranten, die wegen der politischen Wirren nach Konstanz geflohen waren, deshalb hieß die Insel auch Genferinsel. Seine Söhne kauften sie 1813 für 6500 Gulden. Mit der Erfindung der Anilinfarben litt die Fabrik, nach dem Tod von Moritz Macaire 1867 liquidierten die Erben sie. Das Bankhaus Macaire und Compagnie, 1836 auf der Insel gegründet, bestand bis 1921. Der Rest ist Hotelgeschichte. Eberhard von Zeppelin, Bruder des bekannteren Ferdinand Graf von Zeppelin, kam auf die Idee, das frühere Kloster zum Hotel umzubauen, denn mit der Eisenbahn, die Konstanz 1863 erreichte, kam der Sommerfrische-Tourismus, vor allem des europäischen Hochadels. Am 15. April 1875 wurde das Diemer Insel-Hotel eröffnet. Ferdinand Graf von Zeppelin selbst wurde am 8. Juli 1838 auf dieser Insel geboren, im heutigen Inselhotel. Heute wohnen hier rund sechs Menschen.
Sie stehen vor der Dominikanerinsel, einer kleinen Insel im Bodensee östlich der Altstadt. Eine Brücke führt über den Stadtgraben zu ihr. 1236 wurde hier ein Dominikanerkloster gegründet, in dem 1414 Jan Hus gefangen saß. Heute steht dort das Inselhotel.
Du stehst vor einer kleinen Insel im Bodensee. Eine Brücke führt über einen schmalen Graben zu ihr hinüber. Vor langer Zeit war hier ein Kloster, in dem Dominikanermönche lebten. Im Keller eines Turms war einmal ein berühmter Mann eingesperrt, er hieß Jan Hus. Später war hier eine Fabrik, in der Stoffe gefärbt wurden. Heute steht auf der Insel ein Hotel. Hier wurde auch ein Mann geboren, der Luftschiffe baute: Graf Zeppelin. Was glaubst du, wie viele Menschen heute auf der Insel wohnen? Es sind nur etwa sechs.
Koordinaten: 47.6642, 9.17833 · auf der Karte