
Ein langgestrecktes Schulhaus aus hellbraunem Stein mit flachem, grauem Schieferdach. In der Mitte sitzt über einer Reihe von Rundbogenfenstern ein Giebel mit runder Uhr. Rechts auf dem Dach steht ein kleines Türmchen mit grüner Kupferhaube. Hohe Laubbäume stehen davor. Dahinter liegen neuere Wohn- und Bürohäuser, am Horizont ein bewaldeter Höhenzug.
Sie stehen vor dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium am Schottenplatz, einer Schule mit sehr vielen Namen. Es ist eines von mehreren großen Gymnasien in Konstanz, mathematisch-naturwissenschaftlich und vorwiegend neusprachlich ausgerichtet. Träger ist die Stadt. Die Geschichte der Schule lässt sich an ihren Namen ablesen. 1830 gründete Josef Willibald Strasser sie als Real- oder Bürgerschule. 1834 hieß sie Höhere Bürgerschule, 1884 Realschule, 1899 Oberrealschule. 1925 wurde sie nach Ferdinand Graf von Zeppelin benannt, dem Konstanzer Pionier des Luftschiffbaus: Zeppelin-Oberrealschule mit Realgymnasium. 1937 wurde daraus die Zeppelinschule, Oberschule für Jungen. 1945 hieß sie wieder Oberrealschule. 1948 schließlich erhielt sie, auf Anregung des damaligen Schulleiters Hermann Venedey, den Namen des Naturforschers und Entdeckers Alexander von Humboldt. Zeppelin selbst wurde 1838 in Konstanz geboren, auf der Dominikanerinsel. Dorthin kommen wir noch. Das Gebäude am Schottenplatz ist jünger als die Schule. Die Planungen gehen auf das Jahr 1897 zurück, die Grundsteinlegung war am 11. November 1901, die Eröffnung am 17. September 1903. Suchen Sie am Haus den Schriftzug Ober-Realschule. Er ist bis heute erhalten, obwohl die Schule diesen Namen lange nicht mehr trägt. Der Schwerpunkt der Schule ist die Naturwissenschaft. Ab Klasse acht wählen die Schüler ein Profilfach als Kernfach: ein naturwissenschaftliches Profil, ein Sprachprofil, in dem Italienisch die dritte Fremdsprache ist, oder ein Bildende-Kunst-Profil. Das Kunstprofil gibt es seit 1997, und die Schule gehört damit zu den wenigen Gymnasien in Baden-Württemberg, die ein solches anbieten. Ein Projekt des Schüler-Arbeitskreises Umweltthemen, die umwelt- und schülergerechte Neugestaltung des Schulhofs, wurde 1997 mit dem Landesnaturschutzpreis Baden-Württemberg ausgezeichnet. 1998 wurde ein Schüler dieser Schule, Johannes Huber, im Fach Physik Bundessieger bei Jugend forscht. 2005 feierte die Schule ihr 175-jähriges Bestehen. Zu den bekannten Absolventen zählen Werner Maihofer, von 1974 bis 1978 Bundesminister des Innern, der Raumfahrtingenieur Jesco von Puttkamer, der seit 1962 für die NASA arbeitete, und Hasso Plattner, der Gründer des Softwareunternehmens SAP. Unterrichtet haben hier unter anderem der Maler und Dichter Bruno Epple und der Biologe Friedrich Kiefer, ein Erforscher des Bodensee-Planktons.
Sie stehen vor dem Alexander-von-Humboldt-Gymnasium am Schottenplatz. Die Schule wurde 1830 gegründet, das Gebäude 1903 eröffnet. Sie hieß Bürgerschule, Oberrealschule und Zeppelinschule. Ihren heutigen Namen trägt sie seit 1948.
Du stehst vor einer Schule, die schon sehr alt ist. Sie wurde 1830 gegründet. Das Gebäude, vor dem du stehst, wurde 1903 eröffnet. In dieser Zeit hat die Schule viele Namen gehabt. Einmal hieß sie nach Graf Zeppelin, der aus Konstanz kam und Luftschiffe baute. Heute heißt sie nach Alexander von Humboldt, einem Forscher und Entdecker. Such am Haus nach dem alten Schriftzug Ober-Realschule. Er steht dort bis heute. Weißt du, wie deine eigene Schule heißt? Und weißt du, ob sie früher einmal anders hieß?
Koordinaten: 47.6664, 9.17361 · auf der Karte