
Willkommen in Konstanz. Wir beginnen auf dem Münsterhügel, denn hier beginnt die Stadt. Sie stehen vor dem Konstanzer Münster, offiziell Münster Unserer Lieben Frau. Gut zwölf Jahrhunderte lang war es die Kathedrale der Bischöfe von Konstanz, seit der Aufhebung des Bistums 1821 ist es Pfarrkirche. Stellen Sie sich den Hügel ohne Stadt vor. Er ist die höchste Erhebung im Stadtgebiet südlich des Seerheins, nur sechs bis sieben Meter über dem Bodensee, und war in vorgeschichtlicher Zeit eine schmale Landzunge, von Wasser umgeben, im Westen von Sümpfen. Um 120 vor Christus siedelten hier Kelten. Im dritten und vierten Jahrhundert bauten die Römer auf dem Hügel Verteidigungsanlagen, um ihre neue Nordgrenze zu sichern. Spätestens um das Jahr 300 stand hier ein gemauertes Kastell, Constantia, benannt nach einem römischen Kaiser. Ob nach Constantius dem Ersten oder nach dessen Enkel Constantius dem Zweiten, darüber sind sich die Forscher nicht einig. Um 585 bis 590 wurde das Bistum gegründet, und seine erste Bischofskirche, der Jungfrau Maria gewidmet, stand vermutlich innerhalb der Kastellmauern. 780 wird sie erstmals urkundlich erwähnt. Dann kommt der Bischof, der aus Konstanz ein zweites Rom machen wollte. Konrad, Bischof von 934 bis 975, ließ die Kirchen der Stadt den fünf Patriarchalbasiliken in Rom angleichen. Um die Bischofskirche, wie Santa Maria Maggiore der Jungfrau Maria gewidmet, entstand ein Kranz von Pfarrkirchen. Als Petersdom im kleineren Maßstab folgte die Klosterkirche von Petershausen, gegründet von Konrads Neffen Gebhard. Dorthin kommen wir noch. Konrad ließ auch die Mauritiusrotunde bauen, einen vereinfachten Nachbau der Grabeskirche in Jerusalem. Sie ist bis heute Pilgerziel am Schwabenweg, einem Jakobsweg. Das Bistum war die flächenmäßig größte Diözese des Reichs und reichte von Stuttgart bis Bern. Nun zum Gebäude. Die ältesten Teile über dem Boden stammen aus der Zeit um 1000, unter Bischof Lambert: Querhaus und Chor. Dann kam der Einsturz. 1052 stürzte das Langhaus der alten Basilika ein, aus unbekannter Ursache. Überliefert ist es nur in einer Zeile der Chronik des Reichenauer Mönchs Hermann des Lahmen. Vielleicht war es ein Erdbeben, vielleicht schlicht Baufälligkeit. Der Neubau begann 1054 und zog sich hin, weil die Bischöfe in den Investiturstreit verwickelt waren. 1089 wurde geweiht. Schauen Sie jetzt am Bau hinauf. Der breite Westturm mit dem Westportal entstand zwischen dem 12. und dem 15. Jahrhundert, die Seitenkapellen im 15. Jahrhundert. Die neugotische Turmspitze kam erst im 19. Jahrhundert dazu. Drinnen überlagern sich Barock, Klassizismus und Neugotik. Von 1414 bis 1418 tagte hier das Konzil. Dazu mehr an einer späteren Station.
Sie stehen vor dem Konstanzer Münster, Unserer Lieben Frau geweiht. Die Bischofskirche geht auf die Zeit um 600 zurück, der heutige Bau wurde 1089 geweiht. Er zählt zu den größten romanischen Kirchen Südwestdeutschlands und ist das höchste Gebäude der Altstadt.
Du stehst vor dem Münster von Konstanz. Es steht auf einem Hügel, der nur sechs oder sieben Meter hoch ist. Früher war er fast ganz von Wasser umgeben. Zuerst bauten die Römer hier eine Festung, dann baute ein Bischof seine Kirche. Das war um das Jahr 600. Wie viele Jahre sind das wohl her? Im Jahr 1052 stürzte ein großer Teil der Kirche ein, und niemand weiß genau, warum. Danach wurde sie neu gebaut, bis 1089. Findest du die Turmspitze? Sie ist viel jünger als der Rest und kam erst im 19. Jahrhundert dazu.
Koordinaten: 47.663333333, 9.176388888 · auf der Karte