Stadtohr

Stadtrundgang Karlsruhe · Station 9 von 16

Rathaus (Karlsruhe)

· rathaus, klassizismus, glockenspiel, wiederaufbau

Ein langgestrecktes, rosafarbenes Gebäude mit klassizistischer Gliederung auf einem Sockel aus rotem Sandstein. Zwei flache Dreiecksgiebel setzen Akzente, links öffnet sich eine Säulenhalle. Kleine Balkone mit Gittern und Rundbogentüren im Erdgeschoss. Hinter dem Dach ragt ein viereckiger Turm aus braunrotem Stein mit Uhr und goldenem Kreuz auf. Rechts steht ein kleiner Glasbau mit U-Zeichen.
Foto: Sitacuisses, CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Was Sie vor sich sehen

Ein langgestrecktes, rosafarbenes Gebäude mit klassizistischer Gliederung auf einem Sockel aus rotem Sandstein. Zwei flache Dreiecksgiebel setzen Akzente, links öffnet sich eine Säulenhalle. Kleine Balkone mit Gittern und Rundbogentüren im Erdgeschoss. Hinter dem Dach ragt ein viereckiger Turm aus braunrotem Stein mit Uhr und goldenem Kreuz auf. Rechts steht ein kleiner Glasbau mit U-Zeichen.

Ausführlich

Sie stehen vor dem Rathaus am Marktplatz. Auf der Westseite des Platzes bildet es einen Mittelteil, der als Säulenvorhalle hervortritt. Sein Gegenstück an der Ostseite ist die Stadtkirche, der Sie schon begegnet sind. Beide sind klassizistisch, beide von Friedrich Weinbrenner, und die Architektur des Rathauses ähnelt der der Kirche. Die Stadt hatte schon einmal ein Rathaus, 1728 errichtet. Es wurde 1811 abgerissen. Das heutige entstand von 1805 bis 1825 in mehreren Schritten nach Weinbrenners Plänen. Für die Form, die Sie jetzt sehen, wurde erst 1821 der Grundstein gelegt. Wegen finanzieller Schwierigkeiten verzögerte sich die Fertigstellung lange. Eingeweiht wurde das Rathaus am 28. Januar 1825. Weinbrenner hatte den Platz als bürgerliches Gegengewicht zum Adelssitz Schloss entworfen. Bis in die 1820er Jahre entstanden nach seinem Entwurf mehrere Bauten am Platz, vor allem die Stadtkirche von 1807 bis 1816 und das neue Rathaus. Am 27. September 1944 wurde es im Zweiten Weltkrieg zerstört. Von 1948 bis 1955 baute man es wieder auf, und am 13. Dezember 1955 wurde es feierlich eröffnet. Schauen Sie nach oben. Auf dem Turm steht eine etwa 1,8 Meter große Figur des Gottes Merkur. Und im Rathaus hängt das Karlsruher Glockenspiel, gegossen bei der Karlsruher Glocken- und Kunstgießerei und seit Dezember 1981 in Betrieb. Es besteht aus 42 Bronzeglocken mit einem Tonumfang von g1 bis c5, über dreieinhalb Oktaven. Die größte Glocke wiegt fast 600 Kilogramm, die kleinste etwa 17 Kilogramm, zusammen sind es 4.107 Kilogramm. Dabei wurden die großen Glocken leicht, die kleinen überschwer gegossen. Im Juli 2013 wurde das Glockenspiel wegen der Bauarbeiten für die unterirdische Straßenbahn auf dem Marktplatz außer Betrieb genommen. 2020 sanierte es die Glockengießerei Royal Eijsbouts, im November 2020 ging es wieder in Betrieb.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Rathaus am Marktplatz. Friedrich Weinbrenner baute es von 1805 bis 1825. Im Zweiten Weltkrieg wurde es 1944 zerstört und bis 1955 wiederaufgebaut. Auf dem Turm steht eine 1,8 Meter große Figur des Gottes Merkur, im Rathaus hängt ein Glockenspiel mit 42 Bronzeglocken.

Für Kinder

Du stehst vor dem Rathaus am Marktplatz. Auf dem Turm steht eine Figur des Gottes Merkur, etwa 1,8 Meter groß. Im Rathaus hängt ein Glockenspiel aus 42 Bronzeglocken. Die größte wiegt fast 600 Kilogramm, die kleinste etwa 17. Alle zusammen wiegen 4.107 Kilogramm. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Rathaus zerstört, bis 1955 dauerte der Wiederaufbau. Das Glockenspiel war wegen einer Baustelle auf dem Marktplatz einige Jahre still, seit November 2020 spielt es wieder. Wie klingt wohl eine ganz kleine Glocke, und wie eine ganz große?

Quellen

Koordinaten: 49.0086, 8.40329 · auf der Karte

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