Stadtohr

Stadtrundgang Karlsruhe · Station 11 von 16

Karlsruher Pyramide

1825 · pyramide, grabmal, stadtgründer, wahrzeichen

Eine Pyramide aus rotbraunem Sandstein mit glatten, steil ansteigenden Flächen. An einer Seite sitzt eine kleine, dunkle Öffnung mit Rahmen. Um den Sockel steht ein niedriger Zaun aus Steinpfosten, die durch dunkle Ketten verbunden sind. Sie steht auf einem weiten, hell gepflasterten Platz. Dahinter erkennt man ein rosafarbenes Gebäude mit Turm, rechts ein langes, helles Haus.
Foto: Sitacuisses, CC BY-SA 3.0 de · Wikimedia Commons

Was Sie vor sich sehen

Eine Pyramide aus rotbraunem Sandstein mit glatten, steil ansteigenden Flächen. An einer Seite sitzt eine kleine, dunkle Öffnung mit Rahmen. Um den Sockel steht ein niedriger Zaun aus Steinpfosten, die durch dunkle Ketten verbunden sind. Sie steht auf einem weiten, hell gepflasterten Platz. Dahinter erkennt man ein rosafarbenes Gebäude mit Turm, rechts ein langes, helles Haus.

Ausführlich

Sie stehen vor der Karlsruher Pyramide, dem Wahrzeichen der Stadt. Es ist das Grabmal des Stadtgründers Karl Wilhelm von Baden-Durlach, der von 1679 bis 1738 lebte. Die Geschichte beginnt mit einer Kirche. Von 1722 bis 1807 stand an dieser Stelle die Konkordienkirche. In ihrer Gruft fanden die Gebeine des Markgrafen ihre letzte Ruhe. Nach dem Abriss der Kirche errichtete man zunächst eine Holzpyramide über der Gruft und holte über viele Jahre verschiedene Entwürfe für die weitere Gestaltung ein. Die Sandsteinpyramide, die Sie vor sich sehen, wurde von 1823 bis 1825 nach einem Entwurf Friedrich Weinbrenners erstellt. Sie ist 6,81 Meter hoch, die Kanten an der Seite sind 8,04 Meter lang, die Grundfläche ist ein Quadrat mit 6,05 Metern Seitenlänge. Das Vorbild war die Cestius-Pyramide, aber die Karlsruher ist deutlich flacher. Innen ist sie in drei übereinanderliegende Kammern geteilt. Die oberste hat Belüftungsschächte nach außen. Die mittlere ist von außen zu betreten. Dort liegt eine Kalksteintafel mit dem eingravierten Stadtplan von Karlsruhe, bis 1998 und seit 2018 wieder; dazwischen war sie zur Restaurierung und zum Schutz beim Bau des Stadtbahntunnels im Stadtmuseum. Die unterste Kammer ist die Gruft, in der der Sarkophag Karl Wilhelms liegt. Sie ist nicht zugänglich. Einmal sollte die Pyramide weichen. Kurz vor seinem Tod 1908 bekam der Bildhauer Fridolin Dietsche von Großherzog Friedrich I. den Auftrag, ein Denkmal für den Stadtgründer zu entwerfen, das die Pyramide ersetzen sollte. Die Karlsruher Bürger empörten sich über die geplante Beseitigung. Dietsche schuf daraufhin einen Entwurf, der die Pyramide mit einem Denkmal kombinierte, aber der wurde abgelehnt. Das Modell für einen eigenständigen Brunnen mit Reiterdenkmal fand in einer Ausstellung viel mehr Zuspruch. Umsetzen konnte Dietsche es nicht mehr, er starb zuvor. Erst 1940 gingen die Rechte an der Pyramide vom Haus Baden an die Stadt über. Betreten darf man sie bis heute nur mit Erlaubnis des Hauses Baden. Von Oktober 2013 bis Oktober 2018 stand sie wegen der Bauarbeiten für die Kombilösung zum Schutz unter einer Holzverschalung. In Karlsruhes Partnerstadt Krasnodar wurde 2012 eine kleine Nachbildung aufgestellt, und im Stadtmuseum stehen zwei Modelle, im Maßstab eins zu zehn und eins zu zwanzig.

Kurzfassung

Sie stehen vor der Karlsruher Pyramide, dem Wahrzeichen der Stadt. Sie ist das Grabmal des Stadtgründers Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach. Die Sandsteinpyramide wurde von 1823 bis 1825 nach einem Entwurf Friedrich Weinbrenners über dem Grab errichtet und ist 6,81 Meter hoch.

Für Kinder

Du stehst vor einer Pyramide mitten in Karlsruhe. Sie ist nur 6,81 Meter hoch. Das Vorbild war die Cestius-Pyramide, aber die Karlsruher ist viel flacher. Sie ist das Grab des Mannes, der die Stadt gegründet hat, Markgraf Karl Wilhelm. Vorher stand hier eine Kirche, in deren Gruft er lag. Nach dem Abriss baute man zuerst eine Pyramide aus Holz, dann diese aus Stein. In der mittleren Kammer liegt eine Steintafel mit einem Stadtplan, ganz unten steht der Sarkophag. Rein darf man nur mit Erlaubnis. Wohin würdest du eine Pyramide stellen?

Quellen

Koordinaten: 49.0092, 8.40394 · auf der Karte

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