
Eine klassizistische Kirche mit Säulenvorhalle. Hohe, weiße Säulen mit verzierten Kapitellen tragen ein Gebälk und einen flachen Dreiecksgiebel in hellem Gelb. Dahinter steht ein viereckiger Turm mit Uhr und grünem Kupferhelm. Die Wände sind gelblich verputzt. Rechts schließt ein langes Haus mit dunklem Dach an, links eine lange Zeile heller Häuser.
Sie stehen vor der Evangelischen Stadtkirche am Marktplatz. Ihr gegenüber steht das Rathaus; beide gehören zusammen, und beide stammen von Friedrich Weinbrenner. Die Kirche sollte die Kathedralkirche des Landes Baden werden, so wollte es Großherzog Karl Friedrich, und er nahm starken Einfluss auf ihr Aussehen. Das Ergebnis erinnert an einen römischen Tempel. Der Entwurf folgt den Grundzügen eines solchen Tempels: Ein Säulenportikus korinthischer Ordnung ist der flachgedeckten Emporenhalle vorangestellt. Schauen Sie auf die Seiten. Dort schließen Höfe und Flügelbauten an, die nicht kirchlich genutzt wurden. Im einen Flügel war ein Gymnasium, im anderen ein Lyceum. Der Grundstein wurde am 8. Juni 1807 gelegt, eingeweiht wurde die Kirche am 2. Juni 1816, an Pfingsten. Unter ihr lag die Unterkirche, die Grablege der großherzoglichen Familie. Deshalb nannte man die Stadtkirche auch großherzogliche Hofkirche. Die Särge kamen 1946 in das Mausoleum im Fasanengarten. Im Juli 1821 tagte hier die Unionssynode. Vertreter der lutherischen und der reformierten Kirche Badens berieten bis zum 26. Juli, am Ende unterschrieben alle Synodalen die Unionsurkunde, und aus zwei Kirchen wurde eine. Davon hören Sie später mehr. Dann der Zweite Weltkrieg. Die Kirche wurde stark zerstört. Horst Linde leitete den Wiederaufbau: Außen hielt er sich an die Originalpläne, innen ist die Kirche modern. Am 30. November 1958 weihte Landesbischof Julius Bender sie wieder ein. Der Glockenturm ist 61,70 Meter hoch, 150 Stufen führen auf seine Plattform. Ganz oben steht der Friedensengel, 2,70 Meter hoch. Er konnte nach einer erhaltenen Form nachgegossen werden und zeigt an, woher der Wind weht. Im Turm hängen fünf Bronzeglocken, 1958 in Karlsruhe gegossen. Auch die Orgel musste ersetzt werden. Die alte, die bis 1944 hier stand, ging auf ein Instrument zurück, das die Brüder Silbermann 1751 für die Villinger Stiftskirche gebaut hatten. 1957 wurde eine neue Orgel eingeweiht. Und auf diesem Platz liegt der Stadtgründer begraben, unter einer Pyramide. Zu ihr kommen wir noch.
Sie stehen vor der Evangelischen Stadtkirche am Marktplatz. Friedrich Weinbrenner baute sie von 1807 bis 1816 nach den Grundzügen eines römischen Tempels. Sie ist die Hauptkirche der Evangelischen Landeskirche in Baden. Im Zweiten Weltkrieg stark zerstört, wurde sie bis 1958 wiederaufgebaut.
Du stehst vor einer Kirche, die aussieht wie ein römischer Tempel. Vorne stehen hohe Säulen. Der Turm ist 61,70 Meter hoch, und 150 Stufen führen auf seine Plattform. Ganz oben steht ein Engel, der Friedensengel. Er ist 2,70 Meter groß und zeigt dir, woher der Wind weht. Unter der Kirche lag früher die Familie des Großherzogs begraben. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche stark zerstört. Danach hat man sie wieder aufgebaut: Von außen sieht sie wieder so aus wie früher, innen ist sie modern. Schaffst du es, die Säulen vorne zu zählen?
Koordinaten: 49.0085, 8.40444 · auf der Karte