Stadtohr

Stadtrundgang Karlsruhe · Station 4 von 16

Markgräfliches Palais

· palais, weinbrenner, klassizismus, wiederaufbau

Ein breites, klassizistisches Gebäude mit einem Säulenportikus in der Mitte. Sechs hohe Säulen tragen einen flachen Dreiecksgiebel. Die beiden Seitenflügel sind oben gelb, unten orange verputzt, mit weißen Fensterläden und dunklen Dächern. Der Sockel besteht aus rotem Sandstein. Davor liegt ein gepflasterter Platz mit Straßenlaternen.
Foto: A.Savin, FAL · Wikimedia Commons

Was Sie vor sich sehen

Ein breites, klassizistisches Gebäude mit einem Säulenportikus in der Mitte. Sechs hohe Säulen tragen einen flachen Dreiecksgiebel. Die beiden Seitenflügel sind oben gelb, unten orange verputzt, mit weißen Fensterläden und dunklen Dächern. Der Sockel besteht aus rotem Sandstein. Davor liegt ein gepflasterter Platz mit Straßenlaternen.

Ausführlich

Sie stehen vor dem Markgräflichen Palais am Rondellplatz, Karl-Friedrich-Straße 23. Ursprünglich hieß es Markgräflich-Hochbergsches Palais. Gebaut hat es der badische Hofarchitekt Friedrich Weinbrenner, den Sie schon von der Synagoge und der Stadtkirche kennen, in den Jahren 1803 bis 1814. Auftraggeber war Großherzog Karl Friedrich. Er ließ das Gebäude für die Söhne seiner zweiten Gattin errichten, der Reichsgräfin Luise Karoline von Hochberg. Der Platz davor taucht 1768 zum ersten Mal in einem Stadtplan auf. Von 1800 bis 1809 entstanden hier Wohnhäuser, und 1803 begann der Bau dieses Palais. Hinter dem Palais lag ein Lustgarten mit einem Gebäude, dessen Architektur an Andrea Palladio erinnerte. Es wurde 1902 abgerissen. Vor dem Palais steht die Verfassungssäule, ebenfalls ein Entwurf Weinbrenners. Sie steht an der Achse, die vom Schloss bis zum Ettlinger Tor reicht. Mehr zu ihr gleich auf dem Platz. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Palais 1942 durch Luftangriffe weitgehend zerstört. 1960 brach man die Überreste ab, 1963 stellte man es unter teilweiser Verwendung der klassizistischen Fassade wieder her. Von der ursprünglichen Form ist heute nur noch die Mitte der Fassade erhalten. Schauen Sie genau hin: Was Sie sehen, ist zum Teil Weinbrenner und zum Teil Wiederaufbau. Heute nutzt die Karlsruher BBBank das Gebäude.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Markgräflichen Palais am Rondellplatz. Friedrich Weinbrenner baute es von 1803 bis 1814 für die Söhne der zweiten Gattin des Großherzogs Karl Friedrich. Im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, wurde es 1963 teils mit der alten Fassade wiederhergestellt. Heute nutzt es eine Bank.

Für Kinder

Du stehst vor einem Palais. Ein Großherzog ließ es vor über zweihundert Jahren bauen, für die Söhne seiner zweiten Frau. Der Baumeister hieß Friedrich Weinbrenner. Hinter dem Haus gab es einen großen Lustgarten, aber den hat man 1902 abgerissen. 1942 wurde das Palais bei Luftangriffen fast ganz zerstört. Erst 1963 wurde es wieder aufgebaut, und ein Teil der alten Fassade wurde dafür benutzt. Heute ist eine Bank darin. Nur die Mitte der Vorderseite ist noch original, der Rest ist neu. Kannst du beide Teile unterscheiden?

Quellen

Koordinaten: 49.006718, 8.404047 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.