
Sie stehen am Botanischen Garten Karlsruhe, am Rande des Schlossgartens, westlich des Schlosses. Die historischen Bauten, nämlich Orangerie, Gewächshäuser, Wintergarten und Kunsthalle, und der moderne Baumgarten-Bau des Bundesverfassungsgerichts schirmen ihn gegen den Trubel der Stadt ab. Heute ist er als grüne Oase mitten in der Stadt für Besucher geöffnet. Er zählt zu den landeseigenen Monumenten und wird von der Einrichtung Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg betreut. Über seine Geschichte informiert eine Ausstellung im Torbogengebäude. Die Anfänge gehen auf Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach zurück, den Stadtgründer. Er ließ zwischen den beiden Seitenflügeln des Schlosses einen hochfürstlichen Lustgarten anlegen, mit Orangerien, Gärten mit Blumen- und Glashäusern, Volieren und Grotten. Um 1800 ließ Markgraf Karl Friedrich den Lustgarten vor dem Schloss und den Schlosspark im englischen Stil umwandeln. Damit war auch entschieden, westlich des Schlosses, an der heutigen Stelle, einen neuen Botanischen Garten anzulegen. Nach Plänen von Friedrich Weinbrenner verwirklichte der Großherzog ab 1808 einen ansehnlichen Garten mit Orangerie, Warm-, Kalt- und Anzuchthäusern und einem entsprechenden Freiland. Die Gebäude waren allerdings aus Holz und nach kurzer Zeit schon beschädigt. Deshalb veranlasste Großherzog Friedrich I. in den 1850er Jahren einen Neubau sämtlicher Pflanzenhäuser nach den Entwürfen des Baudirektors Heinrich Hübsch. Diese Gebäude, zum Teil mit Eisenkonstruktion, sind im Wesentlichen heute noch erhalten. Schauen Sie sich die Pflanzenhäuser an: Sie bergen Pflanzen, die durch ihre Seltenheit, ihren Wuchs, ihre Farbenpracht oder ihr Alter begeistern. Auch im Freiland stehen noch seltene Gehölze aus dem 19. Jahrhundert, zwischen Neupflanzungen. Der Garten musste auch geschützt werden: Als das Bundesverfassungsgericht seinen Erweiterungsbau plante, wandte sich eine Bürgerinitiative gegen den ersten Siegerentwurf, weil er dem Schutz des Botanischen Gartens nicht ausreichend Rechnung trug. Schließlich wurde der Entwurf verworfen.
Sie stehen am Botanischen Garten am Rand des Schlossgartens, westlich des Schlosses. Nach Plänen von Friedrich Weinbrenner entstand er ab 1808. In den 1850er Jahren wurden die hölzernen Pflanzenhäuser nach Entwürfen von Heinrich Hübsch neu gebaut. Sie sind im Wesentlichen heute noch erhalten.
Du stehst an einem Garten mit seltenen und alten Pflanzen. Angefangen hat es mit dem Stadtgründer. Er ließ hinter seinem Schloss einen Lustgarten anlegen, mit Glashäusern, Vogelhäusern und Grotten. Ab 1808 entstand der Botanische Garten an dieser Stelle. Die Häuser waren aus Holz und gingen schnell kaputt. In den 1850er Jahren baute man sie neu, zum Teil mit Eisengerüsten. Sie stehen im Wesentlichen heute noch. Wenn du hier eine Pflanze mitnehmen dürftest, welche wäre es?
Koordinaten: 49.0131, 8.40044 · auf der Karte