
Sie stehen vor dem Badischen Landesmuseum im Karlsruher Schloss, dem großen kultur-, kunst- und landeshistorischen Museum des badischen Landesteils. Seine Sammlungen repräsentieren mehr als 50.000 Jahre internationale Kulturgeschichte. Seit dem 29. September 2025 ist der Hauptsitz wegen einer umfassenden Generalsanierung für mehrere Jahre geschlossen. Notwendig ist das unter anderem, weil ein Großteil der Haustechnik noch aus den 1960er Jahren stammt. Während der Sanierung ist die Staatliche Kunsthalle Baden-Baden die Interimsspielstätte. Gehen wir zurück an den Anfang. 1873 ließ Friedrich I. für seine Bibliothek und seine Sammlungen ein Gebäude am Friedrichsplatz errichten, die Großherzogliche Sammlung für Altertums- und Völkerkunde. Nach der Abdankung von Friedrich II. übernahm der badische Staat 1918 das Schloss und bestimmte es zum Sitz eines neuen Museums. 1919 wurde das Museum gegründet, aus der Fusion der Altertümersammlung mit dem badischen Kunstgewerbemuseum. Am 24. Juli 1921 wurde es in den Räumen des Schlosses eröffnet. Erster Direktor war bis 1938 Hans Rott. Im Zweiten Weltkrieg wurde das Schloss 1944 zerstört, die Bestände des Museums wurden größtenteils gerettet. Der Wiederaufbau begann 1955, 1959 wurde das Museum wiedereröffnet, 1965 das Schlosscafé. Ab 1992 richtete Harald Siebenmorgen alle fünfzehn Abteilungen neu ein, auf Kontextualisierung und Inszenierung der Objekte. Die Besucherzahlen wurden vervierfacht, 2009 zählte das Museum rund 300.000. Bekannt ist die Türkenbeute, die Markgraf Ludwig Wilhelm von Baden 1691 aus den Türkenkriegen mitbrachte. Dazu kommen die bedeutendste Antikensammlung Baden-Württembergs, ein Mithras-Relief, der Keller einer römischen Villa und das restaurierte Thron-Ensemble der badischen Großherzöge. Auch das Museum beim Markt mit seiner Jugendstilsammlung und das Museum in der Majolika gehören dazu. Und die Diebstähle: Im Oktober 2016 verschwand aus einer Vitrine eine Elfenbeinskulptur von Leonhard Kern aus dem Jahr 1620, sie zeigt die Römerin Fulvia mit dem abgetrennten Kopf des Cicero, Wert 500.000 Euro. Ende April 2017 wurde das Diadem der Großherzogin Hilda entwendet, um 1907 vom Hofjuwelier Schmidt-Staub aus Gold und Platin gefertigt, besetzt mit 367 Brillanten, Wert 1,2 Millionen Euro. Die Staatsanwaltschaft sah keinen Zusammenhang. 2019 feierte das Museum sein hundertjähriges Bestehen.
Sie stehen vor dem Badischen Landesmuseum im Karlsruher Schloss. Es wurde 1919 gegründet und 1921 eröffnet. Seine Sammlungen reichen von der Ur- und Frühgeschichte bis ins 21. Jahrhundert. Der Hauptsitz ist seit dem 29. September 2025 wegen einer Generalsanierung für mehrere Jahre geschlossen.
Du stehst vor einem Museum in einem Schloss. Hier gibt es Dinge aus über 50.000 Jahren: Waffen und Rüstungen, die ein Markgraf 1691 aus den Türkenkriegen mitbrachte, Gegenstände aus der Römerzeit und sogar den Keller einer römischen Villa. Gegründet wurde das Museum 1919, nachdem der Großherzog abgedankt hatte. 2017 stahlen Diebe ein Diadem mit 367 Brillanten. Im Moment ist das Museum geschlossen, es wird mehrere Jahre saniert. Was würdest du in einem Museum der Zukunft zeigen?
Koordinaten: 49.0136, 8.40444 · auf der Karte