
Sie stehen vor dem Karlsruher Schloss im Zentrum der barocken Stadtanlage. Es ist die ehemalige Residenz der Markgrafen und Großherzöge von Baden, eine barocke Dreiflügelanlage am Schlossplatz. Begonnen wurde sie 1715 von Markgraf Karl Wilhelm von Baden-Durlach, dem Gründer der Stadt. Sein Grab kennen Sie: die Pyramide auf dem Marktplatz. Im selben Jahr 1715 wurde die Stadt selbst gegründet, als barocke Planstadt, von Durlach aus. Charakteristisch für den ursprünglichen Stadtplan sind 32 Straßen, die ringsum vom Schloss in die Parkanlagen und den Hardtwald ausstrahlen. Nur das südliche Viertel wurde zentrumsnah bebaut, und seinem fächerförmigen Grundriss verdankt Karlsruhe den Beinamen Fächerstadt. Die Mittelachse des Fächers kennen Sie vom Rondellplatz und vom Marktplatz: die Via Triumphalis, die vom Schlossplatz zum Ettlinger Tor führt. Der erste Bau war teilweise aus Holz, Baumeister war Jakob Friedrich von Batzendorf. Schon 1746 musste er saniert werden, viele Holzkonstruktionen ersetzte man durch Stein. Der siebenstöckige Turm, 51 Meter hoch, stand ursprünglich frei und war nur durch offene Holzgalerien mit dem Hauptbau verbunden. 1738 wurde Karl Friedrich Markgraf von Baden-Durlach. Er beauftragte Friedrich von Kesslau mit dem Umbau nach Entwürfen von Leopoldo Retti und Balthasar Neumann. Von 1749 bis 1781 dauerte er, und das Schloss erhielt seine heutige Gestalt: größere Fenster und Türen, zwei Pavillonbauten zwischen Mitteltrakt und Seitenflügeln. 1785 wurde der Schlossturm verkürzt und erhielt ein Kuppeldach. Schauen Sie hinauf: Von der Aussichtsplattform in etwa 42 Metern Höhe bot sich um 1900 ein Rundumblick bis zum Schwarzwald und zu den Pfälzer Bergen. 1849 wurde Großherzog Leopold im Zuge der Märzrevolution vorübergehend aus dem Schloss vertrieben. Mit der Abdankung des letzten Großherzogs, Friedrich II., 1918 endete die Nutzung als Residenz. Im September 1944 brannte das Schloss durch Bombenangriffe aus. Von 1955 bis 1966 baute man es als Museum wieder auf. Anders als in Bruchsal, Mannheim und Stuttgart, wo man die wichtigsten Prunkräume rekonstruierte, entstanden in Karlsruhe nur die Fassaden wieder. Seit 2015 dient die Fassade im Sommer als Projektionsfläche für die Schlosslichtspiele. Damit endet unser Rundgang. Der Stadtteil Durlach, von dem aus Karlsruhe gegründet wurde, braucht eigene Zeit.
Sie stehen vor dem Karlsruher Schloss, der ehemaligen Residenz der Markgrafen und Großherzöge von Baden. Die barocke Dreiflügelanlage wurde 1715 begonnen und 1781 vollendet. Von hier gehen 32 Straßen fächerförmig aus. Im Zweiten Weltkrieg brannte es aus und wurde als Museum wiederaufgebaut.
Du stehst vor dem Schloss, mit dem die Stadt angefangen hat. Von hier gehen 32 Straßen in alle Richtungen, wie bei einem Fächer. Darum heißt Karlsruhe auch Fächerstadt. Der Turm war einmal 51 Meter hoch, bis man ihn 1785 kürzte. Im Zweiten Weltkrieg brannte das Schloss aus. Danach baute man nur die Fassaden so wie früher auf, drinnen ist jetzt ein Museum. Jeden Sommer werden die Schlosslichtspiele auf die Fassade projiziert. Nun ist unser Rundgang zu Ende. Welche Station hat dir am besten gefallen?
Koordinaten: 49.0136, 8.40444 · auf der Karte