Stadtohr

Stadtrundgang Hildesheim · Station 3 von 16

Dommuseum Hildesheim

· museum, domschatz, bernward, kunst

Dommuseum Hildesheim
Foto: Brudersohn, CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Ausführlich

Sie stehen am Dommuseum Hildesheim, der Domschatzkammer und dem Diözesanmuseum des Bistums. Es liegt in historischen Räumen um den Kreuzgang des Doms und zeigt über 1000 Jahre Kirchen-, Kunst- und Frömmigkeitsgeschichte. Der Domschatz ist Teil des Weltkulturerbes. Er ist eine über Jahrhunderte gewachsene Sammlung liturgischer Gefäße, Reliquiare, Gewänder, Bücher und Bildwerke. Die Große Goldene Madonna gilt als eine der ältesten Marienfiguren der abendländischen Kunst. Das Marienreliquiar reicht bis in die Frühzeit des Bistums zurück. Besonders kostbare Stücke entstanden in der Blütezeit des Bistums unter Bischof Bernward: das Bernwardskreuz, das Kostbare Bernwardevangeliar und das Ringelheimer Kreuz. Aus dem 13. Jahrhundert stammen ein Büsten- und ein Armreliquiar Bernwards, aus dem Barock prachtvolle Monstranzen. Mehrere dieser Kunstschätze werden bis heute bei hochfestlichen Anlässen in der Domliturgie verwendet. Ein Text hier ist besonders alt: das Wessobrunner Gebet, einer der ältesten Texte in deutscher Sprache, vor 814. 1727 kamen die Artemisia-Gobelins in den Besitz der Domkirche, sechs Tapisserien, bis 2015 restauriert und jetzt in einem eigenen Saal. Zum Diözesanmuseum wurde die Sammlung durch Bischof Eduard Jakob Wedekin, der vor allem gotische Arbeiten aus den Pfarreien und aus seinem Privatbesitz einbrachte. Im Zuge der Domsanierung wurde das Museum von 2010 bis 2015 erweitert und vollständig umgestaltet. Die profanierte Antoniuskirche und Teile des Kreuzgangs kamen hinzu, die Ausstellungsfläche wuchs von 200 auf 800 Quadratmeter. In einem Neubau steht der Domlettner aus der Renaissance. Im Untergeschoss ist die bei der Sanierung freigelegte Bernwardsmauer zu sehen. Die feierliche Wiedereröffnung fand am 17. April 2015 statt. Seitdem zeigt das Museum neben den historischen Kunstgegenständen erstmals auch zeitgenössische Kunst, vor allem Graphiken und Skulpturen im Bereich Bronzeguss.

Kurzfassung

Sie stehen am Dommuseum, der Domschatzkammer und dem Diözesanmuseum des Bistums Hildesheim. Es liegt in historischen Räumen um den Kreuzgang des Doms und zeigt über tausend Jahre Kirchen-, Kunst- und Frömmigkeitsgeschichte. Der Domschatz gehört zum Weltkulturerbe.

Für Kinder

Du stehst am Dommuseum. Hier liegt der Schatz des Doms: goldene Kreuze, kostbare Gefäße, alte Bücher und Gewänder. Die Große Goldene Madonna ist eine der ältesten Marienfiguren, die wir kennen. In einem Saal hängen sechs große Wandteppiche mit der Fürstin Artemisia. Manche Stücke braucht man heute noch bei großen Festen im Dom. Es gibt auch einen sehr alten Text auf Deutsch, das Wessobrunner Gebet. Er entstand vor dem Jahr 814. Und im Untergeschoss siehst du eine Mauer aus der Zeit von Bischof Bernward. Was würdest du am liebsten anschauen?

Quellen

Koordinaten: 52.149288888, 9.94755 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.