
Sie stehen vor der Basilika St. Godehard am Südrand der Altstadt. Sie wurde zwischen 1133 und 1172 als Abteikirche der Benediktinerabtei erbaut. Zur Jahreszahl gibt es zwei Angaben: Wikidata nennt 1101, andere Quellen 1133 bis 1172. Spätere Umbauten haben die Kirche nicht beeinträchtigt, und im Zweiten Weltkrieg blieb sie fast unversehrt. Mit ihren klassischen Proportionen zählt sie zu den bedeutendsten Zeugnissen romanischer Baukunst in Deutschland. Godehard war von 1022 bis 1038 Bischof von Hildesheim und wurde 1133 heiliggesprochen. Noch im selben Jahr begann auf Veranlassung Bischof Bernhards der Bau von Kirche und Kloster zu seinen Ehren. 1172 weihte Bischof Adelog die Kirche. Godehards Reliquien führten einen beständigen Pilgerstrom nach Hildesheim. Das Kloster blieb von der Reformation unberührt, während die Pfarrkirchen der Stadt lutherisch wurden, und bestand bis 1803. Nur durch großen persönlichen Einsatz von Hermann Gottfried Held, der bis zur Auflösung des Klosters dem Konvent angehörte und dann erster Pfarrer von St. Godehard wurde, gelang es, die Basilika vor dem Abriss zu retten. Beim Luftangriff am 22. März 1945 blieb der Südrand der Altstadt verschont. Bei Luftangriffen im Februar und März 1945 wurde die Kirche zwar beschädigt, vor allem am nördlichen Seitenschiff, doch die Schäden waren noch im selben Jahr behoben. St. Godehard war die einzige Kirche im Zentrum, die von größeren Zerstörungen verschont blieb. Deshalb diente sie bis zur Wiederweihe des Doms 1960 auch als Bischofskirche, und noch einmal während der Sanierung des Doms von 2010 bis 2014. 1963 verlieh ihr Papst Paul VI. den Titel Basilica minor. Schauen Sie auf die Architektur: Es ist eine dreischiffige Basilika mit Querschiff und Chorumgang, mit einem großen achteckigen Vierungsturm und einem Westwerk mit zwei kleineren Türmen. Im nordwestlichen Portal begrüßt Christus die Eintretenden, flankiert von den heiligen Bischöfen Godehard und Epiphanius. Innen tragen sechs Pfeiler und zwölf Säulen das flache Dach des Mittelschiffs. Die hochromanischen Kapitelle gehören zu den Meisterwerken ihrer Art. In der Vierung hängt ein Radleuchter, den Königin Marie von Hannover 1864 stiftete. In den Räumen des Klosters werden seit 1971 Rechtspfleger ausgebildet.
Sie stehen vor der Basilika St. Godehard am Südrand der Altstadt. Die Abteikirche wurde zwischen 1133 und 1172 erbaut und zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen romanischer Baukunst in Deutschland. Im Zweiten Weltkrieg blieb sie fast unversehrt.
Du stehst vor einer Kirche, die mehr als achthundert Jahre alt ist. Sie wurde zwischen 1133 und 1172 gebaut. Im Zweiten Weltkrieg, als so viel in Hildesheim zerstört wurde, blieb sie fast unbeschädigt. Deshalb war sie danach die Kirche des Bischofs, bis der Dom wieder aufgebaut war. Sie ist nach dem heiligen Godehard benannt. Er war Bischof von Hildesheim. Am Portal im Nordwesten sieht man Christus, und neben ihm zwei Bischöfe. Kannst du sie finden?
Koordinaten: 52.145344, 9.949919 · auf der Karte