
Ein langgestrecktes, hell verputztes Gebäude mit flachem Dach. Hohe, schmale Fenster mit Rundbogen und Pilastern gliedern die Front. In der Mitte springt ein Teil mit Balkon und Bogenöffnungen im Erdgeschoss vor. Eine breite Treppe führt zum Eingang. Links schließt ein schmales Haus mit gelber Fassade an.
Sie stehen vor dem Theater und Orchester Heidelberg. Es ist ein Fünf-Sparten-Haus mit Musiktheater, Konzert, Schauspiel, Tanz und Jungem Theater. Es gehört mit 90 bis 93 Prozent Auslastung zu den bestausgelasteten Theatern Deutschlands und zeigt über tausend Vorstellungen im Jahr. Das Gebäude baute der Stadtbaumeister Friedrich Lendorf im spätklassizistischen Stil. Eröffnet wurde es am 31. Oktober 1853 mit Schillers Die Braut von Messina. Im 19. Jahrhundert erweiterte man es und baute es mehrmals um. 1924 wurde es innen und außen umgestaltet und 1925 mit Goethes Egmont wiedereröffnet. Auch die Zeit des Nationalsozialismus gehört zur Geschichte des Hauses. 1933 wurde mit Kurt Erlich ein linientreuer Nationalsozialist Intendant. Er war in den Sommern 1934 bis 1938 auch mit der Leitung der Reichsfestspiele im Heidelberger Schloßhof betraut. 1934 fand die Grundsteinlegung der Heidelberger Thingstätte statt, die von 1935 bis 1939 für Aufführungen diente. 1944 wurde der Spielbetrieb eingestellt, doch schon 1945 kam es zu einem raschen Neuanfang. Gustav Hartung, der aus dem Schweizer Exil zurückgekehrt war, gründete mit Karl Heinz Stroux im Stadttheater die Kammerspiele Heidelberg. Bereits im selben Jahr begann auch das Musiktheater neu. 1946 wurden beide Sparten zu den Städtischen Bühnen zusammengefasst. 2006 wurde das Haus wegen erheblicher baulicher Mängel geschlossen. Im August 2009 begann die Sanierung mit einem Theaterneubau. Möglich wurde sie auch durch ein außergewöhnliches bürgerschaftliches Engagement. Die Gesamtkosten betrugen knapp 60 Millionen Euro, etwa 19 Millionen davon wurden gespendet. Der Heidelberger Unternehmer Wolfgang Marguerre allein trug 15 Millionen Euro bei. Nach ihm wurde der Neue Saal benannt. Die Sanierung führte das Darmstädter Büro Waechter + Waechter durch. Der denkmalgeschützte Zuschauerraum und mehrere historische Häuser wurden in einen modernen Theaterbau integriert. Alle Theaterwerkstätten, ein Orchester- und Chorprobesaal und vier Probebühnen sind jetzt unter einem Dach. Während der Bauzeit spielte das Theater im Opernzelt und im Theaterkino im ehemaligen Schlosskino. Am 24. November 2012 wurde das Haus mit Tschaikowskys Mazeppa im neuen Marguerre-Saal wiedereröffnet. Zum Theater gehören auch Festivals, zum Beispiel die Heidelberger Schlossfestspiele und der Heidelberger Stückemarkt, den es seit 1984 gibt.
Sie stehen vor dem Theater und Orchester Heidelberg, einem Fünf-Sparten-Haus. Das Theater besteht seit 1853 und wurde mehrfach erweitert und umgebaut. 2012 wurde das komplett sanierte und um einen großen neuen Saal erweiterte Haus wiedereröffnet.
Das ist das Theater von Heidelberg. Hier gibt es Schauspiel, Musik, Tanz und ein Junges Theater. Das Haus wurde 1853 eröffnet. 2006 musste es schließen, weil es so baufällig war. Dann hat man es saniert und erweitert. Dafür haben viele Menschen gespendet, und ein Heidelberger Unternehmer gab allein fünfzehn Millionen Euro. 2012 ging es wieder los, mit der Oper Mazeppa. Was würdest du dir hier gern ansehen?
Koordinaten: 49.4105, 8.70357 · auf der Karte