
Sie stehen vor dem Heidelberger Kunstverein. Er widmet sich der Förderung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Sein Gebäude in der Altstadt wurde 1990 erbaut und grenzt an das Kurpfälzische Museum. Gegründet wurde der Verein 1869, als jüngster unter den badischen Kunstvereinen. Die ersten Kunstvereine Deutschlands waren schon Ende der 1820er-Jahre als bürgerliche Gründungen entstanden. Als Initiator gilt der Künstler Ludwig Horst. Die Gründer baten die Stadt um Beiträge und begründeten das damit, ein Kunstverein erhöhe das Ansehen der Stadt, die keine eigene Kunsteinrichtung habe. Konstituiert wurde er am 7. Juli 1869. Die erste Gemäldeausstellung eröffnete am 26. August in zwei leerstehenden Zimmern der neuen evangelischen Schule in der Plöck. Gezeigt wurden unter anderem Werke von Anselm Feuerbach, Karl Rottmann und Moritz Oppenheim. Im Gründungsjahr zählte der Verein 150 Mitglieder. Sie konnten als Jahresbeitrag mindestens fünf Lose erwerben. Vom Erlös kaufte man Kunstwerke, die jährlich unter den Mitgliedern verlost wurden. Die Raumfrage begleitete den Verein bis 1990. Schon 1873 musste er die Schule verlassen und mietete Räume an. Von 1903 bis 1914 war er im dritten Stock der Stadthalle untergebracht. 1895 kam es unter dem Professor Henry Thode zu einer Wende. Der Verein erlangte erstmals überregionale Reputation, mit Vorträgen und einer Ausstellung zu Hans Thoma. 1907 zeigte er zum ersten Mal expressionistische Kunst von Künstlern der Gruppe Die Brücke. Presse und Öffentlichkeit reagierten mit Unverständnis. 1909 folgten Werke von Emil Nolde, die ähnlich kritisch aufgenommen wurden. In der Zeit des Nationalsozialismus verlief die Gleichschaltung reibungslos. Der Vorsitzende August Grisebach wurde 1933 aus seinem Amt verdrängt, wegen seiner Ehe mit einer jüdischen Frau. Ende 1946 gründete sich der Verein neu, wieder unter Grisebach. Die erste Ausstellung war Karl Hofer gewidmet, den die Nationalsozialisten zu den verfemten Künstlern gezählt hatten. 1970 wurde Hans Gercke erster künstlerischer Direktor, 36 Jahre lang. Die Ausstellung Baum 1985 fand großen Anklang. Mit der Ausstellung Blau, Farbe der Ferne wurde 1990 das neue Gebäude eingeweiht, 120.000 Besucher kamen aus der ganzen Bundesrepublik.
Sie stehen vor dem Heidelberger Kunstverein. Er wurde 1869 gegründet und widmet sich der Förderung und Vermittlung zeitgenössischer Kunst. Sein Gebäude in der Altstadt wurde 1990 erbaut und grenzt an das Kurpfälzische Museum.
Ein Kunstverein ist ein Verein von Menschen, die Kunst mögen. Dieser hier wurde 1869 gegründet. Die erste Ausstellung gab es in zwei leeren Zimmern einer Schule. Die Mitglieder zahlten einen Beitrag, davon kaufte man Bilder. Und dann wurden die Bilder unter den Mitgliedern verlost. Heute ist das Haus von 1990. Zur Eröffnungsausstellung im neuen Haus kamen 1990 sogar 120.000 Besucher. Was für ein Bild würdest du gern gewinnen?
Koordinaten: 49.41141667, 8.70288889 · auf der Karte