
Sie stehen vor dem Kurpfälzischen Museum. Es beherbergt die kunst- und kulturhistorischen Sammlungen der Stadt Heidelberg. Untergebracht ist es im Palais Morass, mit direktem Zugang von der Hauptstraße. Den Grundstock bildete 1878 und 1879 der Ankauf der Alterthümerhalle von Graimberg durch die Stadt. Eröffnet wurde das Museum 1908 als Städtische Kunst- und Alterthümersammlung. Beginnen wir unten, in der Archäologie. Auf sieben Räumen und 1500 Quadratmetern zeigt sie die Archäologie und Geschichte des Unteren Neckarlandes. Zuerst begegnen Sie einer Kopie des Unterkiefers von Mauer, des Typusexemplars von Homo heidelbergensis. Ein lebensgroßes Diorama zeigt den Alltag einer Familie der Jungsteinzeit. Die Römerzeit nimmt den weitaus größten Raum ein. Eine lebensgroße Rekonstruktion des Heidelberger Mithräums gehört zu den Attraktionen. Am Ende steht der Heiligenberg, dessen vieltausendjähriger Geschichte ein eigener Saal gewidmet ist. In der Gemäldeabteilung begleiten Porträts die Besucher wie in einer Ahnengalerie durch die Geschichte der Kurpfalz. Dazu gehören lebensgroße Staatsporträts von Friedrich V. und seiner Gattin Elizabeth Stuart, ein Altersbildnis von Liselotte von der Pfalz und das Konterfei des Hofnarren Perkeo, den Sie am Großen Fass kennengelernt haben. In der Gemäldegalerie ragen Arbeiten von Rogier van der Weyden und Lucas Cranach dem Älteren heraus. Die Kunst der Romantik, für Heidelberg so bestimmend, bildet den Schwerpunkt der neueren Malerei. In der Skulpturenabteilung stehen die Originalfiguren der Alten Brücke, Kurfürst Carl Theodor und die Göttin Minerva. Der Zwölfbotenaltar von Tilman Riemenschneider ist ein weiteres Prunkstück. In der Stadtgeschichte zeigt Ferdinand Kobells Bilderzyklus den Eisgang von 1784 und die verheerenden Folgen. Sie führten zum Bau der berühmten Brücke. Eine rekonstruierte Küche lässt das Leben in Heidelberg um 1600 nachvollziehen. Die Graphische Sammlung umfasst 7.000 Aquarelle und Zeichnungen und annähernd 13.000 Druckgraphiken. Sie sind lichtempfindlich und deshalb nur in befristeten Sonderausstellungen zu sehen. 1937 wurden in der Aktion Entartete Kunst vier Bilder aus der Sammlung beschlagnahmt. Zu den Prunkstücken des Kunsthandwerks gehört das Straßburger Silberservice der letzten Kurfürstin Elisabeth Augusta, das über zweihundert Jahre verschollen war.
Sie stehen vor dem Kurpfälzischen Museum. Es beherbergt die kunst- und kulturhistorischen Sammlungen der Stadt Heidelberg. Den Grundstock bildete 1878 und 1879 der Ankauf der Graimbergschen Alterthümerhalle. Eröffnet wurde das Museum 1908. Es ist im Palais Morass untergebracht.
In diesem Museum kannst du in die Vergangenheit reisen. Es gibt dort die Kopie des Unterkiefers eines Urmenschen, gefunden bei Mauer. Du kannst durch die lebensgroße Nachbildung eines römischen Mithräums gehen. Es gibt ein Bild vom Hofnarren Perkeo, und die echten Figuren von der Alten Brücke. Auch eine Küche aus der Zeit um 1600 ist nachgebaut. Was möchtest du dir zuerst ansehen?
Koordinaten: 49.4114, 8.70278 · auf der Karte