
Sie stehen vor der Peterskirche. Sie ist die älteste Kirche der Heidelberger Altstadt. Seit dem Spätmittelalter diente sie vielfach als Universitätskapelle, und offizielle Universitätskirche ist sie seit 1896. Ihr Vorgängerbau wurde im 12. Jahrhundert errichtet. Damit ist die Kirche älter als Heidelberg selbst. Urkundlich erschließen lässt sie sich erstmals 1196, durch die Erwähnung eines Leutpriesters namens Konrad. Das Bistum Worms hatte sie gestiftet, als der Boden noch ihm gehörte. Der Name verweist auf den Wormser Dom, der unter dem Patrozinium des heiligen Petrus steht. Als 1225 das Gebiet dem Pfalzgrafen zum Lehen gegeben und Heidelberg gegründet wurde, lag die Peterskirche außerhalb der Mauern der neuen Stadt. Die Stadtmauer verlief im Bereich der heutigen Grabengasse. Seit 1400 gehörte die Kirche zu den drei Eigenpfarreien der Universität, die den Diözesanbischöfen entzogen waren und unmittelbar dem Papst unterstanden. Schauen Sie sich die Wände an. An den Innen- und Außenwänden befinden sich rund 150 Epitaphien von Universitätsprofessoren und kurfürstlichen Hofleuten. Zahlreiche Professoren wurden in der Kirche bestattet, auch Marsilius von Inghen, der Gründungsrektor der Universität. Sein Grab ist nicht erhalten, eine Gedenktafel erinnert seit 2011 an ihn. Auf dem Kirchhof, dem damaligen Hauptfriedhof, ist der Grabstein eines Schweizer Textilunternehmers erhalten: Hans Jacob Rieter wurde 1811 bei einem Raubüberfall der Hölzerlips-Bande zu Tode geprügelt. Der spätgotische Neubau von 1485 bis 1496 entspricht in seinen Ausmaßen im Wesentlichen der heutigen Kirche. Nach der Stadtzerstörung von 1689 und 1693 war sie eine ausgebrannte Ruine mit Turmstumpf. Von 1864 bis 1870 wurde sie in eine dreischiffige Hallenkirche im neugotischen Stil umgebaut. Das Geld kam auch aus dem Verkauf von Gelände für den Bau der Odenwald-Eisenbahn. 1883, zum 400. Geburtstag Martin Luthers, pflanzte man an der Ostseite die Luthereiche. Zum Universitätsjubiläum 1884 wurde der Kirchturm umgestaltet, inspiriert vom Freiburger Münster. Bei Arbeiten von 1961 bis 1963 entfernte man die neugotischen Elemente und verbarg den filigranen Turm unter Kupfer- und Schieferabdeckungen. Das wird heute vielfach als Verlust gesehen. Von 2006 bis 2012 baute man neun Fenster des Glaskünstlers Johannes Schreiter ein. In der Kirche finden Konzerte und die evangelischen Universitätsgottesdienste statt.
Sie stehen vor der Peterskirche, der ältesten Kirche der Heidelberger Altstadt. Ihr Vorgängerbau entstand im 12. Jahrhundert, sie ist damit älter als die Stadt selbst. Offizielle Universitätskirche ist sie seit 1896. An ihren Wänden hängen rund 150 Epitaphien.
Das ist die Peterskirche, die älteste Kirche der Altstadt. Sie ist sogar älter als die Stadt Heidelberg. Seit 1896 ist sie die Kirche der Universität. An den Wänden hängen rund hundertfünfzig Gedenktafeln für Professoren und Hofleute. Eine Eiche neben der Kirche pflanzte man 1883, zum vierhundertsten Geburtstag von Martin Luther. Sie heißt Luthereiche. Kannst du sie finden?
Koordinaten: 49.4094, 8.70583 · auf der Karte