
Ein weiter Platz mit Kopfsteinpflaster. Links steht ein langes, mehrgeschossiges Gebäude mit hellem Putz. Ecken und Rahmen der Fenster bestehen aus rotem Sandstein. Rechts im Hintergrund steht ein Haus mit rotem Ziegeldach, daneben ein Turm mit dunklem Dach. Ein Baum steht rechts im Vordergrund.
Sie stehen auf dem Universitätsplatz an der Hauptstraße. Der Name erinnert an die Universitätsgebäude, die den Platz begrenzen. Schauen Sie auf das Pflaster. Dort sind Gedenkplatten eingelassen, eine zur Erinnerung an Luthers Disputation 1518, eine an die Bücherverbrennungen 1933. Zuerst die Disputation. An dieser Stelle stand das Augustinerkloster, das 1279 erstmals erwähnt wird. 1518 weilte Martin Luther im Kloster und rechtfertigte in der Heidelberger Disputation öffentlich seine Thesen. Als Kurfürst Friedrich III. zum Calvinismus übertrat und die Reformation in der Kurpfalz folgte, wurde das Kloster aufgelöst und in ein Sapienzkolleg umgewandelt. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg wurden die Gebäude 1693 zerstört und nicht wieder aufgebaut. Anfang des 18. Jahrhunderts trug man die Klosterruine bis auf eine Höhe von 1,70 Metern ab, füllte die Räume auf und ebnete den Platz ein. 1753 kaufte Kurfürst Karl Theodor das Gelände und ließ es zu einem Exerzierplatz umgestalten, dem Paradeplatz. Ab etwa 1830 hieß er Ludwigsplatz, nach Großherzog Ludwig I. 1901 wurde in der Mitte ein bronzenes Reiterdenkmal für Kaiser Wilhelm I. errichtet. Es wurde am 4. Mai 1918 demontiert und eingeschmolzen. Ab 1928 hieß der Platz Universitätsplatz. 1937 wurde er auf Antrag des Reichsstudentenführers in Langemarckplatz umbenannt. Am 17. Mai und 16. Juli 1933 hatten Studenten auf dem Platz marxistische und undeutsche Schriften verbrannt. Seit 1945 heißt der Platz wieder Universitätsplatz. 1978 wurde er umgestaltet und wie die Hauptstraße zur Fußgängerzone. Die Alte Universität wurde von 1712 bis 1735 erbaut. Ihr gegenüber steht die Neue Universität, errichtet in den 1930er Jahren anstelle des Kollegienhauses. Vor dem Hauptportal der Alten Universität steht der Löwenbrunnen. Er spielte früher eine wichtige Rolle für die Wasserversorgung der Stadt und wird von einem Löwen gekrönt, dem Wappentier der Kurpfalz. Heute ist der Platz die zentrale Bushaltestelle der Stadt und Ort der Heidelberger Literaturtage und des Weihnachtsmarktes.
Sie stehen auf dem Universitätsplatz an der Hauptstraße. Hier stand das 1279 erstmals erwähnte Augustinerkloster. Früher hieß der Platz Paradeplatz und Ludwigsplatz, seit 1928 Universitätsplatz. Gedenkplatten im Pflaster erinnern an Luthers Disputation und an die Bücherverbrennungen.
Auf diesem Platz stand früher ein Kloster. Dort sprach 1518 der berühmte Martin Luther und erklärte, warum er seine Thesen für richtig hielt. Später wurde das Kloster zerstört und nie wieder aufgebaut. Der Platz hat seitdem mehrfach seinen Namen gewechselt. Er hieß Paradeplatz, Ludwigsplatz und heißt seit 1928 Universitätsplatz. Im Pflaster liegen Gedenkplatten. Findest du sie? Vor dem Haupteingang der Alten Universität steht außerdem ein Brunnen mit einem Löwen.
Koordinaten: 49.4108, 8.70639 · auf der Karte