Stadtohr

Stadtrundgang Freiburg im Breisgau · Station 13 von 16

Zinnfigurenklause

1965 · museum, zinnfiguren, dioramen, geschichte

Zinnfigurenklause
Foto: siehe Dateiseite, siehe Dateiseite · Wikimedia Commons

Ausführlich

Sie stehen an der Zinnfigurenklause. Sie ist ein ehrenamtlich geführtes Museum zur Geschichte des deutschen Südwestens und im Schwabentor untergebracht. Am Anfang steht ein Sammler. Arthur-Andreas Lehmann war gelernter Buchdrucker und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Burgen der Heimat. Er sammelte seit Jahren Zinnfiguren und originalgetreue Modelle von Burgen. Anfang Mai 1961 eröffnete er seine Zinnfigurenklause, gegenüber dem Gasthaus Schiff. Dort stellte er mit einigen Dioramen historische Ereignisse mit Zinnfiguren nach und erläuterte sie mit Bildern. Zur Jahreszahl gibt es zwei Angaben: Wikidata nennt 1965, andere Quellen Anfang Mai 1961. Im Jahr 1969 stellte der Freiburger Oberbürgermeister Eugen Keidel Lehmann die erste Etage des Schwabentors als Ausstellungsraum zur Verfügung. Das Tor war damals ungenutzt und sanierungsbedürftig. Später kam die zweite Etage dazu. Die Stadt kaufte die zwölf Dioramen an, die Lehmann bis 1985 gefertigt hatte. Nach seinem Tod 1989 übernahm Andreas Müller die Verwaltung und gründete am 2. November 1989 den gemeinnützigen Freundes- und Förderkreis. Das Museum zahlt keine Miete, Beleuchtung, Reinigung und Heizung stellt die Stadt. Von den städtischen Museen ist es unabhängig. Heute besteht die Sammlung aus neuntausend Figuren in einundzwanzig Dioramen. Allein die Schlacht bei Sempach von 1386 hat 1150 Figuren. Weitere Dioramen zeigen den Schwaben- oder Schweizerkrieg von 1499 und den Bauernkrieg, darunter die Schlacht bei Grießen und auf dem Rafzerfeld am 4. November 1525 und die Belagerung der Küssaburg bei Oberlauchringen. Dazu kommen Ereignisse der Badischen Revolution von 1848 in Freiburg, Burgen des Hoch- und Oberrheins, eine Szene zur Hexenverfolgung und das Verhör Martin Luthers in Worms. Viele Figuren sind von der Zinnpest bedroht und müssen gelegentlich nachgegossen und bemalt werden. Geöffnet ist das Museum nur in den Sommermonaten, vom dritten Samstag im Mai bis zum 3. Oktober. Gleich schauen wir uns das Tor an, in dem es untergebracht ist.

Kurzfassung

Sie stehen an der Zinnfigurenklause, einem ehrenamtlich geführten Museum im Schwabentor. Der Sammler Arthur-Andreas Lehmann eröffnete sie Anfang Mai 1961. Heute zeigt sie neuntausend Zinnfiguren in einundzwanzig Dioramen zur Geschichte des deutschen Südwestens.

Für Kinder

Hier stehen neuntausend kleine Figuren aus Zinn. Sie bilden einundzwanzig Szenen, die man Dioramen nennt. Allein die Schlacht bei Sempach hat 1150 Figuren. Es gibt auch Burgen, den Bauernkrieg und die Revolution von 1848. Angefangen hat ein Mann namens Arthur-Andreas Lehmann, ein Buchdrucker, der Zinnfiguren sammelte. Viele Figuren sind von der Zinnpest bedroht. Deshalb muss man sie manchmal nachgießen und neu bemalen. Welche Szene würdest du dir zuerst ansehen?

Quellen

Koordinaten: 47.99277778, 7.85416667 · auf der Karte

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