Stadtohr

Stadtrundgang Freiburg im Breisgau · Station 11 von 16

Rathaus (Freiburg im Breisgau)

· rathaus, universität, glockenspiel, wappen

Ein langgestrecktes, rot gestrichenes Gebäude mit dunklem Dach und Gauben. Links ragt ein schmaler, ebenfalls roter Giebelturm mit Uhr und kleiner, grüner Haube auf. An den Dachenden steigen Treppengiebel an. Unten links öffnet sich ein Rundbogenportal unter einem grünen Vorbau. Davor liegt ein Platz mit hellem und dunklem Steinmuster.
Foto: user:joergens.mi, CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Was Sie vor sich sehen

Ein langgestrecktes, rot gestrichenes Gebäude mit dunklem Dach und Gauben. Links ragt ein schmaler, ebenfalls roter Giebelturm mit Uhr und kleiner, grüner Haube auf. An den Dachenden steigen Treppengiebel an. Unten links öffnet sich ein Rundbogenportal unter einem grünen Vorbau. Davor liegt ein Platz mit hellem und dunklem Steinmuster.

Ausführlich

Sie stehen am Rathausplatz. Vor Ihnen liegen das Alte und das Neue Rathaus, durch einen Übergang über die Turmstraße verbunden. Im Innenhof des Alten Rathauses steht die Gerichtslaube, das älteste Rathaus Freiburgs. Beginnen wir mit dem Alten Rathaus. 1557 beauftragte der Rat den Baumeister Dietrich Neeb und den Maurermeister Barthlin Ress mit einem Neubau. Schauen Sie auf das Hauptportal im Renaissancestil, es ist auf 1558 datiert. Zwei Löwen halten das Stadtwappen von Freiburg und den Bindenschild von Österreich. Die Wappen am Giebel erzählen, wer die Stadt regierte. Der rote Adler steht für die Zähringer von 1091 bis 1218. Der Löwe gehört den Grafen von Urach, die als Grafen von Freiburg von 1218 bis 1368 herrschten. Dann kamen die Habsburger, von 1368 bis 1806, mit einer Unterbrechung durch Frankreich von 1677 bis 1697. Die Fassade war nicht immer so ruhig. Galienus Entringer bemalte sie 1559 mit einem Totentanz. Der Rat ließ ihn schon 1560 durch ein Historiengemälde mit Szenen aus dem Leben Philipps von Makedonien ersetzen. Beim Luftangriff 1944 brannte das Alte Rathaus völlig aus, auch die Innenausstattung ging verloren. Der Wiederaufbau dauerte von 1949 bis 1954. Von der ursprünglichen Bebauung blieb nur die Nonnengruft des Klarissenklosters. Das Neue Rathaus war einmal Teil der Universität. Das linke Haus, Zum Rechen, ließ sich zwischen 1539 und 1545 der Mediziner Joachim Schiller von Herdern bauen. 1595 erwarb die Universität das Nachbarhaus Zum Phönix und verband beide mit einem Säulenportal, mit der Inschrift Academia friburgensis. Bis 1774 war das Haus das Collegium der Universität. Der Saal im Südflügel, das Auditorium maximum, gilt wegen seines Deckenstucks als einer der schönsten Räume der Barockzeit in Freiburg. 1896 kaufte die Stadt das Gebäude und baute es bis 1901 zum Neuen Rathaus um, mit größeren Fenstern, Balkonen und Erkern. Im Hof finden in den Sommermonaten Theateraufführungen statt. Das Glockenspiel hat eine eigene Geschichte. Der Stadtrat beschloss 1898, eine Turmuhr und ein Glockenspiel einzubauen. Die Firma Welte & Söhne lieferte es für 8000 Mark, obwohl sie keinerlei Erfahrung mit Glockenspielen hatte. Die zweiundzwanzig Melodieglocken haben je zwei Anschlaghämmer, damit die Tonfolge schneller sein kann. Gesteuert wird das Spielwerk von hölzernen Stiftwalzen, fünf Walzen mit je sieben Musikstücken. Einen Spieltisch gibt es nicht, es lässt sich nicht von Hand spielen. Eingeweiht wurde es am 14. Oktober 1901.

Kurzfassung

Sie stehen am Rathausplatz vor dem Alten und dem Neuen Rathaus. Das Alte Rathaus wurde ab 1557 gebaut, das Neue Rathaus entstand aus zwei Häusern des 16. Jahrhunderts. Zusammen mit der Gerichtslaube bilden beide einen Komplex. Im Neuen Rathaus spielt ein Glockenspiel.

Für Kinder

Hier siehst du zwei Rathäuser, ein altes und ein neues. Am Alten Rathaus halten zwei Löwen ein Wappen. Kannst du sie finden? Das Neue Rathaus war früher ein Haus der Universität. Dort gibt es einen Saal mit einem prächtigen Deckenstuck, das Auditorium maximum. Im Neuen Rathaus gibt es ein Glockenspiel mit zweiundzwanzig Melodieglocken. Niemand kann es von Hand spielen, es wird von hölzernen Walzen mit Stiften gesteuert. 1944 brannte das Alte Rathaus bei einem Luftangriff völlig aus. Danach baute man es wieder auf.

Quellen

Koordinaten: 47.996256, 7.8493 · auf der Karte

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