
Ein rotes Gebäude mit steilem Dach und treppenförmig abgestuftem Giebel. Im Erdgeschoss öffnen sich Rundbögen, darüber läuft ein Balkon. An der Ecke sitzt ein zweigeschossiger Erker mit schlanker, bunt gedeckter Spitze. Rechts stehen gelbe und blaugraue Bürgerhäuser mit grünen Fensterläden.
Sie stehen vor dem Historischen Kaufhaus auf der Südseite des Münsterplatzes. Seine dunkelrote Fassade beherrscht den Platz. Schauen Sie zuerst nach unten. Im Erdgeschoss öffnet sich eine überwölbte Laube mit vier Arkaden zum Platz. Sie zeigt, wozu das Haus gebaut wurde: Es war eine Stätte des Handels. In der Halle sieht man noch den großen Balken, an dem die Stadtwaage hing. Dann der Blick nach oben, zum hohen Dach mit den Treppengiebeln. Zwischen den Fenstern des Saales stehen vier Skulpturen unter kleinen Baldachinen. Es sind Kaiser Maximilian I., sein Sohn Philipp der Schöne und dessen Söhne Karl V. und Ferdinand I. Hans Sixt von Staufen fertigte sie 1530 und 1531. Unter den Fenstern der beiden Erker sehen Sie Wappenfelder, umgeben von der Kette des Ordens vom Goldenen Vlies. Die Habsburger herrschten damals in Freiburg. Mehr dazu am Rathaus. Das erste städtische Kaufhaus stand im 14. Jahrhundert in der Schusterstraße, erwähnt ist es 1378. Ab 1520 baute man nördlich davon das heutige Gebäude, das Neue Kaufhaus, sein Abschluss wird auf 1532 datiert. Wer es entwarf, ist nicht einwandfrei belegt. Vermutet wird einer der Baumeister, die am Münster arbeiteten, vielleicht Lienhart Müller aus Ettlingen. Später wurde das Haus oft verändert. 1550 kam ein Balkon dazu, nach den Belagerungen der Stadt 1714 und 1744 musste man Kriegsschäden beseitigen, 1814 wurde die Fassade neu bemalt. Von 1880 bis 1884 gestaltete man es historisierend um, mit neuen Dachgauben nach dem Vorbild des Hôtel-Dieu von Beaune. 1924 und 1925 machte man das wieder rückgängig. Im Obergeschoss liegt der Kaisersaal, er fasst bis zu 350 Personen. Seine Stuckdecke stammt von 1629 bis 1631, an den Wänden hängen Porträts habsburgischer Herrscher. Der Name täuscht. Der Saal ist nicht nach den Kaisern aus dem Haus Habsburg benannt, sondern nach Kaiser Wilhelm I. Für ihn gab die Stadt hier am 3. Oktober 1876 ein Festbankett. Zum Saal führt ein barocker Treppenaufgang im Redoutenhaus nebenan, das 1776 an die Stelle des Salzhauses trat. Und im Hof steht ein Turm mit einer spindellosen Wendeltreppe, der Kaiserstiege. Nach dem Krieg tagte hier die Politik: Vom 22. November 1946 bis zum 30. Mai 1952 war das Haus das Landtagsgebäude des Landes Baden.
Sie stehen vor dem Historischen Kaufhaus auf der Südseite des Münsterplatzes. Das heutige Gebäude wurde ab 1520 gebaut und gilt seit 1532 als vollendet. An der dunkelroten Fassade stehen Skulpturen von Habsburger Herrschern. Von 1946 bis 1952 tagte hier der Landtag des Landes Baden.
Dieses rote Haus heißt Kaufhaus. Hier wurde früher gehandelt, nicht in einem Laden wie heute, sondern in einer Halle mit Bögen. Dort hing sogar eine große Waage. Schau jetzt zwischen die Fenster im Obergeschoss. Dort stehen vier Figuren: ein Kaiser, sein Sohn und zwei Enkel. Es sind Herrscher aus der Familie Habsburg. Der große Saal im Obergeschoss heißt Kaisersaal. Seinen Namen hat er aber von einem anderen Kaiser, von Wilhelm dem Ersten. Für ihn gab es hier 1876 ein großes Festessen. Wie viele Figuren zählst du an der Fassade?
Koordinaten: 47.994964, 7.852727 · auf der Karte