Stadtohr

Stadtrundgang Duisburg · Station 13 von 22

Theater Duisburg

· theater, oper, neoklassizismus, wiederaufbau

Ein weißer Bau mit einer Säulenhalle aus sechs hohen Säulen. Über der Halle liegt ein Dreiecksgiebel mit Wappenrelief. Dahinter ragt ein höherer Bauteil mit einer Inschrift im Giebel auf, auf dessen Ecken Figurengruppen stehen. Das Dach ist mit grünem Metall gedeckt. Rechts schließen niedrigere, helle Bauteile an. Davor liegt ein gepflasterter Vorplatz.
Foto: Raimond Spekking, CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Was Sie vor sich sehen

Ein weißer Bau mit einer Säulenhalle aus sechs hohen Säulen. Über der Halle liegt ein Dreiecksgiebel mit Wappenrelief. Dahinter ragt ein höherer Bauteil mit einer Inschrift im Giebel auf, auf dessen Ecken Figurengruppen stehen. Das Dach ist mit grünem Metall gedeckt. Rechts schließen niedrigere, helle Bauteile an. Davor liegt ein gepflasterter Vorplatz.

Ausführlich

Sie stehen vor dem Theater Duisburg. Es wurde von 1911 bis 1912 im neoklassizistischen Stil nach einem Entwurf des Architekten Martin Dülfer errichtet. Heute hat es 1117 Plätze und steht seit 1985 unter Denkmalschutz. Es ist Spielstätte der Deutschen Oper am Rhein, eines Theaterverbundes der Städte Duisburg und Düsseldorf, der 1956 gegründet wurde. Die Duisburger Philharmoniker, das Orchester im Haus, gibt es seit 1877. Die Vorgeschichte: Ab 1887 fanden Aufführungen in der neu gebauten Tonhalle statt. 1902 bildete sich auf Anregung von Oberbürgermeister Karl Lehr ein Theaterbauverein, der in fünf Jahren genug Kapital sammelte. 1909 gab es einen Architektenwettbewerb. Die Entwürfe von Martin Dülfer und Carl Moritz galten als gleichwertig. Dülfer erhielt den Auftrag, weil sein Entwurf besser in die Stadt eingebunden war. Er lehrte an der Technischen Hochschule Dresden und hatte schon Theater in Meran, Dortmund und Lübeck gebaut. Am 11. Mai 1911 war der erste Spatenstich, am 27. Juni 1911 die Grundsteinlegung, bei strömendem Regen. Am 7. November 1912 wurde das Haus eröffnet. Ursprünglich fasste es 1650 Zuschauer. Schauen Sie zum Frontgiebel: Dort steht ein Zitat aus Friedrich Schillers „Huldigung der Künste“: „Mit all seinen Tiefen, seinen Höhen roll ich das Leben ab vor deinem Blick. Wenn du das große Spiel der Welt gesehen, so kehrst du reicher in dich selbst zurück.“ Am 20. Dezember 1942 wurde das Theater bei einem Bombenangriff schwer beschädigt. 1943 zog das Ensemble nach Prag um, auf Wunsch der Stadtverwaltung und organisiert mit dem Reichspropagandaministerium, und spielte dort bis Juli 1944. Nach dem Krieg sicherte man 1946 die Ruine mit einem Notdach, das Foyer diente für Aufführungen und überwiegend als Kino. 1949 und 1950 wurden Zuschauerraum und Proszenium wieder nutzbar, 1951 und 1952 das Bühnenhaus. 1959 und 1960 wurden die Fassaden saniert. Nach kontroversen Diskussionen erhielten sie eine intensive rote Farbfassung, die später dem heutigen weißen Anstrich wich.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Theater Duisburg. Es wurde 1911 bis 1912 im neoklassizistischen Stil nach einem Entwurf von Martin Dülfer gebaut und hat heute 1117 Plätze. Es ist Spielstätte der Deutschen Oper am Rhein und steht seit 1985 unter Denkmalschutz.

Für Kinder

Du stehst vor dem Theater von Duisburg. Es wurde 1912 eröffnet. Hier gibt es Oper und Konzerte. Als es gebaut wurde, passten 1650 Zuschauer hinein, heute sind es 1117. Im Zweiten Weltkrieg wurde es durch Bomben schwer beschädigt. Nach dem Krieg diente das Foyer sogar als Kino. Später wurde alles wieder aufgebaut. Schau mal zum Giebel: Da steht ein Spruch von Friedrich Schiller. Er sagt, man kehrt reicher in sich selbst zurück, wenn man das große Spiel der Welt gesehen hat. Was hast du schon im Theater gesehen?

Quellen

Koordinaten: 51.43486335, 6.77072716 · auf der Karte

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