Stadtohr

Stadtrundgang Duisburg · Station 12 von 22

Museum Küppersmühle für Moderne Kunst

1999 · kunstmuseum, mühle, architektur, nachkriegskunst

Museum Küppersmühle für Moderne Kunst
Foto: siehe Dateiseite, siehe Dateiseite · Wikimedia Commons

Ausführlich

Sie stehen vor dem Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Beginnen wir mit dem Gebäude. 1860 wurde ein Mühlenunternehmen gegründet, das an dieser Stelle eine Mühle errichten ließ. 1908 ersetzte man sie durch einen dreiflügeligen Neubau, der heute sieben Stockwerke hat. 1912 kam ein Anbau im Westen mit freistehendem Kesselhaus und Schornstein dazu, 1934 auf der Ostseite die 42,75 Meter hohen Stahlsilos mit den grauen, röhrenförmigen Kammern. Als die Mühle 1969 mit den Küpperswerken in Homberg fusionierte, bekam sie ihren heutigen Namen. 1972 wurde sie stillgelegt, und eine Bürgerinitiative bewirkte den Erhalt des abrissgefährdeten Baus. Das Museum eröffnete 1999 in einem ehemaligen Getreidespeicher, mit rund 3600 Quadratmetern Ausstellungsfläche, nach Plänen der Basler Architekten Herzog und de Meuron. Initiator war der Duisburger Kunstsammler Hans Grothe, dessen Sammlung über 800 Werke von mehr als 40 deutschen Künstlern umfasste. Das Sammlerpaar Sylvia und Ulrich Ströher aus Darmstadt übernahm sie später, seitdem ist sie erheblich gewachsen. Es ist eine der umfangreichsten Sammlungen deutscher Nachkriegskunst. Zu den Künstlern zählen Georg Baselitz, Anselm Kiefer, Gerhard Richter, Sigmar Polke und Rosemarie Trockel. Dann der Erweiterungsbau. 2008 entschied sich der Betreiber für Pläne von Herzog und de Meuron: ein Quader, der scheinbar frei schwebend auf den Röhren des Stahlsilos aufgesetzt wird. Im Juni 2011 kam der Baustopp, weil das Stahlgerüst mit erheblichen Baumängeln hergestellt worden war. Die Bauunternehmen waren insolvent, die Konstruktion ein Totalschaden, das Projekt inzwischen 34 Millionen Euro teuer. Im Dezember 2014 wurde bekannt, dass das Ehepaar Ströher mit der Gründung der MKM-Stiftung die Voraussetzungen für einen neuen Anlauf geschaffen hatte. Der neue Entwurf sieht einen viergeschossigen Anbau vor, der über die historischen Silos mit dem Stammhaus verbunden wird. Anfang September 2016 begannen die Bauarbeiten, im September 2021 wurde der Erweiterungsbau eröffnet. Er vergrößert die Ausstellungsfläche um rund 2500 Quadratmeter.

Kurzfassung

Sie stehen vor dem Museum Küppersmühle für Moderne Kunst. Es wurde 1999 in einem ehemaligen Getreidespeicher eröffnet, umgebaut von Herzog und de Meuron. Gezeigt wird deutsche Nachkriegskunst von den 1950er Jahren bis heute.

Für Kinder

Dieses Haus war früher eine Mühle. Hier wurde Getreide gemahlen. Heute ist es ein Museum für Kunst. Gezeigt werden Bilder und Werke von Künstlern aus Deutschland, aus der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg bis heute. An der Ostseite stehen graue Röhren, das sind Stahlsilos von 1934, die 42,75 Meter hoch sind. Umgebaut haben das Haus die Architekten Herzog und de Meuron. Siehst du die grauen Röhren?

Quellen

Koordinaten: 51.4411, 6.775 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.