
Eine große Rasenfläche. Darauf stehen mehrere schräge Fachwerkträger aus Stahl, jeder auf einer schlanken, weißen Stütze, in unterschiedlicher Höhe und Neigung. Niedrige, helle Betonmauern ziehen sich durch den Rasen. Im Hintergrund stehen Bäume und niedrige, helle Gebäude. Im Vordergrund verläuft ein Weg aus hellem Pflaster.
Sie stehen im Altstadtpark, im Garten der Erinnerung. Das ist eine Parkanlage mit einer besonderen Vorgeschichte: Hier stand die Spar-Zentrale Duisburg, eine Großeinkaufsgesellschaft im Gewerbegebiet am Innenhafen zwischen Stapeltor und Springwall. Am Anfang stand wieder Holz. 1877 baute die Firma Brügmann & Sohn, Säge- und Hobelwerke, an dieser Stelle die erste Dampfsägemühle. Zu dieser Firma gibt es zwei Jahresangaben: 1870 für ihre Ansiedlung am Hafen, wie Sie am Holzhafen hörten, und 1877 für diese Dampfsägemühle. 1939 wurde das Kolonialwarenlager Karl Schmidt errichtet. Die ersten Handelswaren waren Kaffee und verschiedene Fruchtweine. 1959 expandierte das Handelshaus zur Spar-Zentrale für das Ruhrgebiet. Die Brüder Wilhelm Schmidt-Ruthenbeck und Ernst Schmidt führten die Offene Handelsgesellschaft in zweiter Generation. Sie belieferten über 500 Spar-Einzelhändler im Ruhrgebiet und am Niederrhein und gründeten 1963 den ersten Metro-SB-Großmarkt in Essen. Durch den Aufbau der Metro AG und die Einbringung des Familienvermögens in die Stiftung Mercator Schweiz wurde die Spar-Zentrale in Duisburg letztlich aufgelöst. Von den Lagergebäuden sind nur noch die Markierungen der Grundrisse, einige Stützstreben und das ehemalige Treppenhaus als Turm vorhanden. Diese Reste wurden von dem Künstler Dani Karavan mit seinen typischen Stilmitteln herausgearbeitet: weiße Streifen, bepflanzte Flächen, ein Steingarten und Flächen auf unterschiedlichen Bodenniveaus. Schauen Sie auf den Boden: Dort sind die Grundrisse der Lagergebäude markiert. Das Lagerhaus ist in den Park eingezeichnet. Auf dem südlichen Teil des Grundstücks wurde ein Seniorenzentrum errichtet. Die Spar-Zentrale ist der letzte Arbeitsort dieses Rundgangs. Von der Mühle über den Speicher bis zum Holzhafen gilt: Der Betrieb ist weg, der Ort ist geblieben. Hier blieben von den Gebäuden nur Reste, und ein Künstler hat sie zu einem Park gemacht. Gleich nebenan steht die neue Synagoge. Sie grenzt an den Garten der Erinnerung, und ihre begrünten Dächer korrespondieren mit ihm.
Sie stehen am Garten der Erinnerung, wo die Spar-Zentrale stand. 1877 baute hier Brügmann & Sohn eine Dampfsägemühle, 1939 entstand ein Kolonialwarenlager, 1959 die Spar-Zentrale mit über 500 Einzelhändlern als Kunden. Von den Lagern blieben Grundrissmarkierungen und ein Treppenhausturm.
Hier siehst du keine Lagerhalle mehr. Aber im Boden sind die Grundrisse der Lagergebäude markiert. Die Spar-Zentrale war ein großes Lager. Sie belieferte über 500 kleine Läden im Ruhrgebiet und am Niederrhein. Vorher stand hier schon ein Lager für Kaffee, und noch früher eine Sägemühle. Ein Künstler namens Dani Karavan hat aus den Resten einen Garten gemacht. Er heißt Garten der Erinnerung. Findest du den Turm, der früher ein Treppenhaus war?
Koordinaten: 51.4388, 6.76681 · auf der Karte