
Sie stehen vor der Propsteikirche St. Peter und Paul, der ältesten Kirche Bochums. Bis 1655 war sie die einzige in der damaligen Ortschaft. Hier lohnt ein Blick zurück. Die Stadt wird erstmals um 890 erwähnt und entstand entlang des Hellwegs. 1321 bestätigte Graf Engelbert II. von der Mark dem Schultheißen Befugnisse, das wird häufig als Verleihung der Stadtrechte genannt. Zwischen 785 und 800 ließ Karl der Große hier einen Reichshof anlegen. Auf dem Hügel nebenan entstand wahrscheinlich eine hölzerne Missionskapelle, dem Heiligen Petrus geweiht. Im 11. Jahrhundert ersetzte man sie durch eine steinerne Saalkirche, die am 25. April 1517 einem Feuer zum Opfer fiel. 1547 wurde sie als spätgotische Hallenkirche wieder aufgebaut, unter Verwendung des alten romanischen Chores. Nach der Reformation nutzten beide Konfessionen sie gemeinsam, etwa hundert Jahre lang, bis zum Bau der evangelischen Pauluskirche von 1655 bis 1659. Schauen Sie den Turm hinauf. Der Wehrturm ist 68 Meter hoch und eines der Wahrzeichen Bochums. Vor dem Zweiten Weltkrieg war er mit Steinbrüstungen und Ecktürmchen geschmückt. Der Krieg zerstörte die Kirche weitestgehend. Der Wiederaufbau lief in zwei Phasen, von 1947 bis 1949 und ab 1954, erst 1959 war die Rekonstruktion abgeschlossen. Zur Kirche gehörte einst ein Kirchhof. Von 1810 bis 1819 begruben dort auch die beiden evangelischen Gemeinden ihre Toten. Der Platz maß aber nur etwa 2000 Quadratmeter und war bald zu klein. Bürgermeister Steelmann berichtete 1818, bei neuen Gräbern seien oft Särge zerhauen worden, die kaum zehn Jahre gestanden hatten und in denen die Toten noch nicht verwest waren. Der Jurist Bölling beantragte im Namen mehrerer Bürger einen größeren Kirchhof außerhalb der Stadt. Die Fläche, die man ankaufte, kennt man heute als Kortumpark. Im Inneren finden sich Stücke aus vielen Jahrhunderten: ein romanischer Taufstein um 1175, ein Sakramentshäuschen um 1460, eine Beweinungsgruppe aus Eichenholz um 1520. Der Kruzifixus, das sogenannte Bladenhorster Kreuz, wurde 1352 von Bernhard von Waltrop geschnitzt.
Sie stehen vor der Propsteikirche St. Peter und Paul, der ältesten Kirche Bochums. Bis 1655 war sie die einzige. Zwischen 785 und 800 ließ Karl der Große auf dem Gelände einen Reichshof anlegen, im 11. Jahrhundert folgte eine steinerne Saalkirche. Ihr 68 Meter hoher Turm ist ein Wahrzeichen.
Du stehst vor der ältesten Kirche von Bochum. Bis 1655 war sie die einzige Kirche in der Stadt. Ihr Turm ist 68 Meter hoch und ein Wahrzeichen von Bochum. Hier hat vor mehr als tausend Jahren Karl der Große einen Reichshof anlegen lassen. Die Kirche brannte 1517 ab und wurde wieder aufgebaut. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie fast ganz zerstört. Rate mal, wie lange der Wiederaufbau dauerte. Der erste Abschnitt lief von 1947 bis 1949, der zweite begann 1954. Fertig war alles erst 1959.
Koordinaten: 51.4822, 7.22056 · auf der Karte