
Sie stehen vor dem Alten Brauhaus Rietkötter, Große Beckstraße 7. Es ist das älteste erhaltene Wohngebäude der Bochumer Innenstadt. Das Fachwerkhaus wurde vermutlich nach dem Stadtbrand im Jahr 1581 erbaut. Urkundlich belegt ist, dass hier schon 1645 Bier gebraut wurde. Im 17. Jahrhundert soll die Pfarrerfamilie Ostermann hier gelebt haben, aus der Heinrich Johann Friedrich Ostermann hervorging, der von 1686 bis 1747 lebte und russischer Vizekanzler wurde. Zum Schutz gegen Feuersbrünste wurde das Fachwerkhaus 1777 verputzt. Anfang des 19. Jahrhunderts kam es an den Schankwirt Bernhard Dahm, der hier die Gaststätte „Dahm bei der Pumpe“ eröffnete. 1865 kaufte es der Braumeister Moritz Heinrich Fiege. Seine Witwe Amalie heiratete 1870 den aus Haltern stammenden Braumeister Johann August Rietkötter. Er baute das Anwesen zur damals modernsten Kleinbrauerei der Stadt aus. Dass das Haus noch steht, war keineswegs sicher. Schon 1854 sah ein Bauplan, der durch neue Fluchtlinien die Verkehrsverhältnisse in der Altstadt verbessern sollte, Abriss oder Umbau des Hauses vor. Auch die Pläne zur Altstadtsanierung in den 1930er-Jahren hätte es nicht überstanden. Der Bochumer Anzeiger schrieb damals, ein altes Haus verschwinde nach dem anderen, und in einigen Jahrzehnten würden nur noch die drei altehrwürdigen Kirchen Zeugen längst vergangener Zeiten sein. Die Bomben des Zweiten Weltkriegs überstand das Haus; nur die angebaute Brauerei aus dem 19. Jahrhundert wurde 1943 zerstört. In der Nachkriegszeit gefährdeten andere städtische Abrisspläne das Gebäude. Der Besitzer August Rietkötter konnte das durch langjährigen Einsatz verhindern. 1986 nahm die Stadt das Haus in die Denkmalliste auf. So gehört es zu den wenigen Gebäuden, die an das ehemalige Ackerbürgerstädtchen am Hellweg erinnern. Heute gibt es hier das Gasthaus Rietkötter. In der Gaststube sehen Sie humorvolle Wandgemälde, ein restauriertes Frühwerk des Malers Josef Pieper, der von 1907 bis 1977 lebte. Ein Stück Landstädtchen erwartet uns auch an der nächsten Station, beim Kuhhirten.
Sie stehen vor dem Alten Brauhaus Rietkötter, Große Beckstraße 7. Es ist das älteste erhaltene Wohngebäude der Bochumer Innenstadt. Das Fachwerkhaus wurde vermutlich nach dem Stadtbrand von 1581 erbaut. Urkundlich belegt ist, dass hier 1645 Bier gebraut wurde. Seit 1986 steht es in der Denkmalliste.
Du stehst vor einem sehr alten Fachwerkhaus. Es ist das älteste erhaltene Wohnhaus in der Bochumer Innenstadt. Gebaut wurde es vermutlich nach dem Stadtbrand von 1581. Schon 1645 wurde hier Bier gebraut, das steht in alten Urkunden. Die Bomben des Zweiten Weltkriegs hat das Haus überstanden. Heute ist ein Gasthaus darin. Rechne mal nach: Wie viele Jahre sind seit 1581 vergangen?
Koordinaten: 51.4824, 7.2195 · auf der Karte