Stadtohr

Stadtrundgang Bochum · Station 2 von 22

Kunstmuseum Bochum

1960 · museum, kunst, villa

Ein flaches, modernes Gebäude mit dunkler, senkrecht gegliederter Fassade und großen Glasflächen im Erdgeschoss. Darüber sitzt ein Obergeschoss mit heller, senkrecht gerippter Wand. Davor liegt eine Rasenfläche mit niedrigem, gelbgrünem Bewuchs. Rechts führt ein gepflasterter Weg an Bäumen vorbei.
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Was Sie vor sich sehen

Ein flaches, modernes Gebäude mit dunkler, senkrecht gegliederter Fassade und großen Glasflächen im Erdgeschoss. Darüber sitzt ein Obergeschoss mit heller, senkrecht gerippter Wand. Davor liegt eine Rasenfläche mit niedrigem, gelbgrünem Bewuchs. Rechts führt ein gepflasterter Weg an Bäumen vorbei.

Ausführlich

Sie stehen am Kunstmuseum Bochum, am nördlichen Ende der Kortumstraße. Gegenüber liegt der Stadtpark, mit einigen Kunstobjekten aus Stahl. Für die Gründung gibt es zwei Daten. Am 10. Juli 1921 wurde die Städtische Gemäldegalerie eröffnet, in drei Räumen des Alten Knappschaftsgebäudes an der Viktoriastraße. Erster Leiter war Dr. Reiche, Leiter der Ruhmeshalle in Barmen. Dann begann eine Wanderschaft. Im Dezember 1924 zog die Galerie in Verwaltungsgebäude an der Wittener Straße, im Mai 1926 in die Villa Nora an der Kaiser-Wilhelm-Straße, schräg gegenüber der heutigen Museumsvilla. Dort blieb sie bis zur starken Zerstörung im Zweiten Weltkrieg. Nach dem Krieg fanden Ausstellungen in angemieteten Räumen statt, ab Januar 1951 im Haus Metropol, einem Hotel an der Ecke Bongardstraße und Kortumstraße. Es wurde im Herbst 1957 für eine Straßenerweiterung abgerissen. Eine eigene Sammlung gab es kaum, die Ausstellungen wurden aus Leihgaben bestückt. Einen Auftrag zu sammeln gab es erst ab 1960. Das ist das zweite Datum: 1960 wurde das Haus als Städtische Kunstgalerie neu gegründet, in der historistischen Doppelvilla Marckhoff-Rosenstein von 1900. Die erste Ausstellung, am 3. April, hieß Bochum ’60 – junge deutsche Kunst. 1970 hieß das Haus dann Museum Bochum. 1983 kam der Neubau der dänischen Architekten Jørgen Bo und Vilhelm Wohlert dazu, wofür zwei gut erhaltene Jugendstil-Villen abgerissen wurden. In der Sammlung sind alle wichtigen deutschen Expressionisten mit Grafiken und einigen Ölgemälden vertreten, dazu Surrealismus, die Gruppe CoBrA und deutsche Kunst der 1950er- bis 1970er-Jahre. Auch die Fotografie sammelte man früh. Ein dunkles Kapitel: 1937 wurden bei der NS-Aktion „Entartete Kunst“ siebzehn Arbeiten aus der Städtischen Gemäldegalerie beschlagnahmt. Zehn davon wurden danach zerstört. Suchen Sie am Museum die Lichtinstallation Skyline von François Morellet. Und seit 2020 kann im Altbau die eigene Sammlung besichtigt werden.

Kurzfassung

Sie stehen am Kunstmuseum Bochum, am nördlichen Ende der Kortumstraße. Gegenüber liegt der Stadtpark. Das Museum geht auf die Städtische Gemäldegalerie von 1921 zurück und wurde 1960 als Städtische Kunstgalerie neu gegründet. Der Altbau ist eine historistische Doppelvilla von 1900.

Für Kinder

Du stehst vor einem Kunstmuseum. Früher hatte es kein festes Zuhause. Es zog von einem Haus ins nächste, sogar in ein Hotel. Seit 1960 ist es in einer Doppelvilla von 1900 zu Hause, daneben steht ein Neubau. Gegenüber liegt der Stadtpark mit Kunstobjekten aus Stahl. Am Museum gibt es ein Kunstwerk aus Licht. Es heißt Skyline. Wie würdest du ein Kunstwerk aus Licht nennen?

Quellen

Koordinaten: 51.4874, 7.22122 · auf der Karte

Kartendaten © OpenStreetMap-Mitwirkende, ODbL. Routing: Valhalla auf OSM-Daten. Objektdaten: Wikidata (CC0). Fotos: Wikimedia Commons, Urheber und Lizenz je Bild.