
Eine Kirche aus dunklem, verwittertem Bruchstein mit dunklem Dach. Rechts steht ein Turm mit hohem, spitzem Helm aus dunklem Schiefer, der ein Kreuz trägt. Die Fenster des Schiffs sind hoch und schmal. Ein großer Baum verdeckt einen Teil davon. Davor liegt ein gepflasterter Platz mit Laternen, rechts eine runde Steinplastik.
Sie stehen vor der Pauluskirche, dem ältesten als protestantisches Gotteshaus gebauten Kirchengebäude Bochums. Nach der Reformation hatten Katholiken und Protestanten lange dieselbe Kirche genutzt, die heutige Propsteikirche. Nach den Wirren des Dreißigjährigen Krieges wollten die Protestanten eine eigene. Die Gemeinde war arm, also sammelte man Spenden. Kollektenreisen führten bis nach Berlin, Amsterdam, Utrecht und Gouda, nach Frankfurt, nach Kopenhagen und Helsingör. Der dänische König Friedrich III. spendete persönlich 50 Reichstaler. Am 26. April 1655 wurde der erste Stein gelegt, eine Inschrift über dem Hauptportal erinnert daran. Bis 1659 entstand die schlichte Renaissance-Saalkirche aus Bruchstein. Sie steht auf einem erhöhten Platz, der früher mitten im alten Bochum lag. Ihr Haupteingang lag damals der Propsteikirche unmittelbar gegenüber. Deshalb ist die Kirche ungewöhnlich ausgerichtet: Der Altarraum zeigt nach Südwesten, das Hauptportal nach Nordosten. 1943 zerstörte ein Bombenangriff die Kirche bis auf die Grundmauern. Von 1949 bis 1950 wurde sie nach Plänen von Karl Ernst Prein in vereinfachten Formen wiederhergestellt. Das Bruchsteinmauerwerk blieb unverputzt, und das gibt der Pauluskirche heute den Charakter einer Dorfkirche mitten in der Stadt. Der Turm bekam eine Glockenstube. Die beiden großen Glocken wurden 1898 gegossen, die kleine kam 1950 hinzu. Seit 1989 steht die Kirche unter Denkmalschutz. Wenn Sie hineingehen, schauen Sie in den Chor. Drei bunte Glasfenster von Willy Heyer, geschaffen 1962 bis 1964, zeigen drei Szenen aus dem Leben des Apostels Paulus. Links die Steinigung des Stephanus, bei der Paulus die Kleider desjenigen hält, der den Stein erhebt. In der Mitte die Christusbegegnung vor Damaskus, Paulus gleich dreimal. Rechts seine Rede auf dem Areopag. Das mittlere, größte Fenster ersetzt gewissermaßen das Altarbild. Ein Bildmotiv gibt Anlass zum Nachdenken: der Judenhut, der seit der mittelalterlichen Kunst als stigmatisierendes Kennzeichen antisemitische Konnotationen trägt. Die Gemeinde versucht heute, offen mit dieser Tradition umzugehen. 2023 rief sie eine Experimentierphase aus, die Kirchenbänke wurden entfernt, um Platz für neue Formate zu gewinnen.
Sie stehen vor der Pauluskirche, dem ältesten als protestantisches Gotteshaus gebauten Kirchengebäude Bochums. Der Grundstein wurde am 26. April 1655 gelegt, 1659 war sie fertig. 1943 wurde sie bis auf die Grundmauern zerstört und 1949 bis 1950 in vereinfachten Formen wiederhergestellt.
Du stehst vor der Pauluskirche. Sie ist die älteste Kirche in Bochum, die als evangelische Kirche gebaut wurde. Der Bau begann 1655. Die Gemeinde war arm. Deshalb sammelte man Geld, bis nach Amsterdam und Kopenhagen. Sogar der König von Dänemark gab 50 Reichstaler. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Kirche bis auf die Grundmauern zerstört. Danach baute man sie wieder auf. Drinnen sind bunte Fenster mit Geschichten aus dem Leben des Apostels Paulus. Welche Geschichte würdest du in ein Fenster malen?
Koordinaten: 51.4814, 7.21871 · auf der Karte