Stadtohr

Stadtrundgang Worms · Station 13 von 16

Nibelungenmuseum Worms

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Ausführlich

Sie stehen am ehemaligen Nibelungenmuseum. In Worms und Umgebung spielt ein Großteil der Szenen des Nibelungenliedes. Im Quelle über den Dom steht, dass man in der Königswitwe Brunichildis, die um 600 in Worms residierte, das Vorbild der Brünhild sieht. Das Museum wurde in einen gut erhaltenen Abschnitt der mittelalterlichen Stadtmauer gebaut, zwischen Dom und Rheinpromenade mit dem Hagendenkmal. Es band zwei Türme aus dem 12. Jahrhundert ein. Im Juni 1996 gab die Stadt ein Wettbewerbsgutachten in Auftrag, im Februar 1997 entschied der Stadtrat für das Konzept einer Pariser Agentur. Die Gesamtkosten waren mit 4,5 Millionen Euro beziffert. Es gab Kritik. Eine Bürgerinitiative erreichte mit einem Bürgerbegehren einen Baustopp. Beim Bürgerentscheid am 12. September 1999 lehnte eine Mehrheit der Abstimmenden das Museum ab. Mit 22 Prozent verfehlte die Beteiligung aber das nötige Quorum. Am 18. November 1999 war der erste Spatenstich, am 18. August 2001 die Eröffnung. Das Konzept stammte vom Medienkünstler Olivier Auber und dem Architekten Bernd Hoge. Weil die Sage ein mythisches, kein historisches Motiv ist, gibt es kaum Originalexponate. Also bot das Museum eine phantastisch-fiktionale Darstellung, die zu den alten Mauern im Kontrast stand. Ein tragbares Audiosystem führte die Besucher. Als Erzähler sprach der unbekannte Dichter des Nibelungenlieds, auf Deutsch mit der Stimme des Schauspielers Mario Adorf. Im Sehturm dominierte eine zwölf Meter hohe, frei pendelnde Eisenspindel, auf deren Rippen 1200 leuchtende Bilder befestigt waren. Sie stand für das Rütelin, den Talisman aus dem Nibelungenschatz. Im Mythenlabor nennt eine Quelle für denselben Rütelin 17,5 Meter Höhe. Ich nenne Ihnen beide Zahlen. Im Hörturm hörten die Besucher auf Hörsesseln Passagen des Liedes auf Mittelhochdeutsch, simultan übersetzt. Der Rundgang dauerte etwa zwei Stunden. Ende März 2024 musste das Museum wegen baulicher Mängel beim Brandschutz schließen. Für die Sanierung standen keine Haushaltsmittel zur Verfügung. Am 20. November 2024 beschloss der Stadtrat, dass es dauerhaft geschlossen bleibt. Ein Konzept, Teile der Inhalte im Museum der Stadt Worms zu zeigen, war 2024 in Arbeit.

Kurzfassung

Sie stehen am ehemaligen Nibelungenmuseum Worms. Es wurde am 18. August 2001 eröffnet und band einen Abschnitt der Stadtmauer sowie zwei Türme aus dem 12. Jahrhundert ein. Ende März 2024 wurde es geschlossen. Seit dem Stadtratsbeschluss vom 20. November 2024 bleibt es dauerhaft zu.

Für Kinder

Hier stand ein Museum für die Nibelungensage. Sie erzählt von Siegfried, dem Drachentöter, und vom Nibelungenschatz, und viele ihrer Szenen spielen in Worms. Das Museum war in die alte Stadtmauer und zwei Türme aus dem 12. Jahrhundert gebaut. In einem Turm hing eine zwölf Meter hohe goldene Spindel mit 1200 leuchtenden Bildern. Die Besucher gingen mit einem tragbaren Audiosystem durch das Haus, und eine Stimme erzählte ihnen die Sage. Seit 2024 ist das Museum geschlossen, und es bleibt zu. Welche Szene aus einer Sage würdest du gern sehen?

Quellen

Koordinaten: 49.6294, 8.36703 · auf der Karte

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