Sie stehen vor St. Martin am Ludwigsplatz, einer romanischen Basilika. Ihr Patron ist der heilige Martin von Tours. Als römischer Soldat verweigerte er im 4. Jahrhundert in Worms vor einer Schlacht gegen die Germanen den Wehrdienst. Der Legende nach steht die Kirche an der Stelle des Kerkers, in den man ihn deshalb warf. Die älteste Erwähnung der Kirche steht in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos III. vom Ende des 10. Jahrhunderts. Sie war Stiftskirche des Martinsstifts und eine frühe Grablege der Kämmerer von Worms und ihres bekanntesten Familienzweigs, der Dalberg. Deren beide Stadthöfe lagen in der Kämmererstraße, ganz in der Nähe. Der ottonische Bau wurde im 13. Jahrhundert spätromanisch umgebaut und eingewölbt, die Neuweihe war 1265. Vorbild war der Wormser Dom. Es ist eine dreischiffige Basilika mit neun Jochen. Schauen Sie nach oben: Die Kirche hatte nie mehr als einen Turm. Ob eine Doppelturmfassade geplant war, ist umstritten. Es gibt drei Portale. Das Südportal zum Ludwigsplatz und das Nordportal zum Innenhof, wo früher der Kreuzgang lag, sind spätromanisch, das Westportal frühgotisch. Betreten wird die Kirche heute durch das Nordportal. Im Pfälzischen Erbfolgekrieg beschädigten Truppen König Ludwigs XIV. die Kirche schwer, fast die gesamte Ausstattung ging verloren. Der Wiederaufbau erfolgte im Stil des Barock. 1802 wurde das Martinsstift aufgelöst. Zwischen 1872 und 1887 ließ Stadtpfarrer Nikolaus Reuß die Kirche innen und außen renovieren. Dabei entdeckte man mittelalterliche Wandmalereien und restaurierte sie. Den barocken Hochaltar ersetzte ein neuer im neoromanischen Stil. Bei den Luftangriffen vom 4. Oktober 1943 und 21. Februar 1945 wurde die Kirche erneut schwer beschädigt, der Wiederaufbau folgte 1946/47. 1950 brach man die spätgotische Vorhalle ab, die St. Martin mit der benachbarten Lambertuskirche verband. Die heutige Ausstattung stammt überwiegend aus der Nachkriegszeit: Fenster von 1967, Altar von 1968, Triumphkreuz von 1969. Die Orgel von 2012 steht in zwei Gehäusen an Süd- und Nordwand, damit der Blick auf die Westrosette frei bleibt. Bis 2025 war St. Martin Pfarrkirche. Seit der Bildung der Großpfarrei St. Nikolaus Worms-Wonnegau zum 1. Januar 2026 ist sie Filialkirche.
Sie stehen vor St. Martin am Ludwigsplatz, einer romanischen Basilika. Die Kirche ist dem heiligen Martin von Tours geweiht. Ihre älteste Erwähnung steht in einer Schenkungsurkunde Kaiser Ottos III. vom Ende des 10. Jahrhunderts. Die Neuweihe nach dem spätromanischen Umbau erfolgte 1265.
Du stehst vor der Kirche St. Martin. Sie ist dem heiligen Martin geweiht. Er war Soldat und verweigerte in Worms den Wehrdienst. Der Legende nach steht die Kirche dort, wo er dafür in den Kerker kam. Die Kirche hat nur einen Turm, aber drei Portale, also drei Eingänge. Hineingehen kannst du heute durch das Nordportal. Findest du es? Die Kirche ist uralt: Schon am Ende des 10. Jahrhunderts wurde sie in einer Urkunde erwähnt. Im Zweiten Weltkrieg wurde sie schwer beschädigt, aber wieder aufgebaut.
Koordinaten: 49.6332, 8.36339 · auf der Karte