Sie stehen vor dem ehemaligen Wohnhaus Lübsche Straße 44, gegenüber der Heiligen-Geist-Kirche. Das Haus hat zwei Zeitschichten. Das Vorderhaus entstand in den 1650er Jahren, als Dielenhaus mit Speichergeschossen. Erhalten blieben Brandwände, ein Kreuzgratgewölbe und ein noch älterer Keller. Um 1800 wurde der westliche Anbau einbezogen. Der Umbau führte zur viergeschossigen klassizistischen Schaufassade. Dahinter, im Erdgeschoss, in der alten zweigeschossigen Diele, entstand die filigrane klassizistische Treppe, die zur Beletage führt. Der rückseitige zweigeschossige Giebel hat eine Fachwerkfassade. Dann wird die Geschichte unruhig. In den 1980er Jahren stand das Haus leer und war baufällig. Mit dem östlichen Nachbarhaus war ein Umbau für eine medizinhistorische, museale Nutzung geplant, der nicht verwirklicht wurde. Erste Maßnahmen wurden nicht immer denkmalgerecht ausgeführt: Man sanierte die Hoffassade, zog eine Stahlbetondecke ein und riss die baufällige Kemlade ab, einen Teil des Hauses. Danach stand das Gebäude etwa zwanzig Jahre leer. Von 2005 bis 2007 entstand ein Sanierungsgutachten. Nach Plänen von Markus Weise und dem Büro stadt+haus wurde das Haus bis 2008 mit Mitteln der Städtebauförderung saniert, behindertengerecht, mit Aufzug und Rampen. Auf der westlichen Brandwand wurde eine Wandmalerei restauriert, eine mehrfarbige Quaderimitation. Die Deckenmalerei soll ebenfalls wiederhergestellt werden. Anstelle der alten Kemlade steht ein moderner zweigeschossiger Neubau. Seit 2007 ist der Verein Das Boot der neue Eigentümer und Nutzer, gegründet wurde er 1991. Er fördert seelische Gesundheit und Integration und betreut und begleitet psychisch Kranke. Das Haus steht unter Denkmalschutz. Im Haus sitzt die Verwaltung des Vereins, im Erdgeschoss gibt es eine offene Begegnungsstätte mit Cafeteria und einen Laden.
Sie stehen vor dem Haus Lübsche Straße 44, gegenüber der Heiligen-Geist-Kirche. Es stammt von um 1800 und in Teilen von um 1650. Seit 2007 nutzt es der Verein Das Boot, der sich um seelische Gesundheit und Integration kümmert. Das Haus steht unter Denkmalschutz.
Dieses Haus hat schon viele Zeiten erlebt. Gebaut wurde es um 1650, um 1800 hat man es umgebaut. Dann stand es lange leer, etwa zwanzig Jahre. Heute sitzt hier ein Verein, der Das Boot heißt. Er hilft Menschen, denen es seelisch nicht gut geht. Im Erdgeschoss gibt es ein Café und einen Laden. Das Haus hat einen Aufzug und Rampen. Wozu, glaubst du, sind die gut? Damit auch Menschen mit Behinderung hineinkommen.
Koordinaten: 53.891833, 11.461485 · auf der Karte