Sie stehen vor der Stadtkirche St. Peter und Paul, die alle Herderkirche nennen. Sie ist das bedeutendste Kirchengebäude Weimars, und ihre Geschichte ist eine Reihe von Zerstörungen. Die erste Kirche wurde zwischen 1245 und 1249 gebaut. 1299 zerstörte ein Feuer sie, nur die Fundamente blieben. Der zweite Bau wurde beim Stadtbrand von 1424 schwer beschädigt, bei demselben Brand, der das erste Weimarer Rathaus traf. Das heutige Bauwerk geht auf die dreischiffige spätgotische Hallenkirche zurück, die zwischen 1498 und 1500 errichtet wurde. Nun die Zerstörung des 20. Jahrhunderts, und sie ist genau belegt. Am 9. Februar 1945 beschädigten Bomben die Kirche stark. Das 19 Meter hohe Steildach und das Holzgewölbe wurden weitgehend zerstört. Von 1948 bis 1953 folgte der Wiederaufbau, eingeweiht wurde am 14. Juni 1953, und die Innenausstattung war erst 1977 fertig. Schauen Sie jetzt auf den Altar, denn hier schließt sich ein Bogen zu einer früheren Station. Das dreiflügelige Altarbild gilt als Hauptwerk der sächsisch-thüringischen Kunst des 16. Jahrhunderts. Nach neuester Forschung wurde es von Lucas Cranach dem Jüngeren zwischen 1552 und 1555 gefertigt und nicht, wie lange angenommen, von Lucas Cranach dem Älteren in seinem Todesjahr begonnen. Am Cranachhaus am Markt haben Sie die ältere Zuschreibung gehört; beide stehen in meinen Quellen. Dass das Bild überhaupt noch hängt, hat einen Grund: Es wurde 1940 ausgelagert und so vor der Zerstörung bewahrt. Von der Mitte des 16. bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts war diese Kirche die fürstliche Grablege der ernestinischen Wettiner. Unter den zehn Bestattungen, die noch hier sind, ist Dorothea Susanne von der Pfalz, die Sie vom Roten Schloss kennen. Und ein Datum aus der neueren Geschichte. Am 4. Dezember 1988 lieferte der damalige Superintendent fünf Besetzer der Kirche, die damit ihren Ausreisewillen unterstreichen wollten, an die DDR-Sicherheitsorgane aus; die Besetzer und vier Mitwisser erhielten hohe Haftstrafen. Nach der Friedlichen Revolution stellte sich heraus, dass er zu den fast 80 Pfarrern und Kirchenmitarbeitern in Thüringen gehörte, die vom Staatssicherheitsdienst als inoffizielle Mitarbeiter registriert waren. Im Herbst 1989 waren diese Kirche und der Herderplatz wichtige Treffpunkte der friedlichen Revolution. Dazu zwei Hinweise. Wikidata nennt 1201, Wikipedia datiert die erste Kirche auf 1245 bis 1249; ich nenne Ihnen die ältere Angabe und sage dazu, dass es zwei gibt. Und das Grab der Herzogin Anna Amalia von 1807 liegt nach dem einen Satz des Quelle auf dem Friedhof, nach dem anderen in der Stadtkirche.
Sie stehen vor der Stadtkirche St. Peter und Paul, die im Volksmund Herderkirche heißt. Das heutige Bauwerk geht auf eine dreischiffige spätgotische Hallenkirche zurück, errichtet zwischen 1498 und 1500. Seit 1525 wird hier evangelischer Gottesdienst gefeiert.
Diese Kirche ist die wichtigste in Weimar. Sie wurde dreimal schwer beschädigt: 1299 durch ein Feuer, 1424 durch einen großen Stadtbrand und am 9. Februar 1945 durch Bomben. Damals fiel das hohe Dach ein. Der Wiederaufbau dauerte bis 1953. Innen hängt ein riesiges Bild aus drei Teilen, gemalt von der Familie Cranach. Dass es noch da ist, war Planung: 1940 brachte man es an einen anderen Ort. So hat es überlebt, obwohl die Kirche kaputt war. Was würdest du vor einer Gefahr in Sicherheit bringen?
Koordinaten: 50.98123, 11.32924 · auf der Karte