Sie stehen vor dem Museum Ulm, früher Ulmer Museum, einem Museum für Kunst, Archäologie und Stadtgeschichte. Gegründet wurde es 1924. Der Gründungsdirektor, der Konservator Julius Baum, begann hier am 1. April 1924. Nach Erwin Treu entstand mit ihm aus einer Rumpelkammer ein Institut. 1933 wurde Baum entlassen. Bis zur Machtergreifung hatte das Museum eine umfangreiche Sammlung moderner Kunst aufgebaut. 1937 wurde in der Aktion „Entartete Kunst“ eine Vielzahl davon beschlagnahmt, die meisten wurden zerstört, darunter Werke von Marc Chagall, Otto Dix, Paul Klee und Pablo Picasso. Nun zum Älteren. Das berühmteste Stück ist der Löwenmensch, eine 35.000 bis 41.000 Jahre alte Skulptur aus Mammut-Elfenbein. Sie zeigt einen aufrecht stehenden Menschen mit Kopf und Gliedmaßen eines Höhlenlöwen und stammt vom Hohlenstein-Stadel im Lonetal. Als weitere Fragmente am Fundort geborgen wurden, restaurierte man sie 2012 und 2013 aus über 300 Bruchstücken neu. Die archäologische Ausstellung wurde 2014 neu gestaltet. Zu sehen ist auch der Oberschenkelknochen eines Neandertalers, der bisher einzige dieser Menschenform in Baden-Württemberg. Von hier aus lässt sich die Entwicklung der Ulmer Spätgotik verfolgen, von Meister Hartmann und Hans Multscher mit der Bihlafinger Madonna über Martin Schaffner und Michel Erhart bis Daniel Mauch. Die Originale der Figuren vom Rathaus befinden sich hier, ebenso eine Saaltür von Jörg Syrlin dem Jüngeren von 1509, vermutlich die Tür zum Ratssaal. 1978 vermachte der Kunstsammler Kurt Fried dem Museum über 440 Werke zeitgenössischer Kunst. Im November 1999 wurde der Fried-Bau eröffnet, in dem die Präsentation „Europäische und amerikanische Kunst nach 1945“ startete. Dazu kommen Werke von Paul Klee, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke und Franz Marc. Seit 1982 unterstützt der Verein Freunde des Ulmer Museums das Haus, und immer wieder zeigen Sonderausstellungen die komplizierten Zusammenhänge der Ulmer Spätgotik.
Sie stehen vor dem Museum Ulm, das 1924 gegründet wurde. Es zeigt Kunst, Archäologie sowie Stadt- und Kulturgeschichte. Sein berühmtestes Stück ist der Löwenmensch, eine 35.000 bis 41.000 Jahre alte Skulptur aus Mammut-Elfenbein.
In diesem Museum ist ein Tier-Mensch: der Löwenmensch. Er ist 35.000 bis 41.000 Jahre alt. Das ist unvorstellbar lang her. Er besteht aus Mammut-Elfenbein, hat den Kopf eines Höhlenlöwen und steht aufrecht wie ein Mensch. Gefunden wurde er in Stücken, über 300 Bruchstücke wurden wieder zusammengesetzt. Im Museum findest du auch Figuren, die früher am Rathaus standen. Wenn du den Löwenmenschen erfinden dürftest: Welches Tier würdest du mit einem Menschen mischen?
Koordinaten: 48.397, 9.99481 · auf der Karte