Sie stehen vor dem Stralsund Museum, dem Haus im ehemaligen Katharinenkloster. Drinnen sind über drei Etagen Ausstellungen untergebracht, und sie führen durch die Zeit. Am Anfang steht die Ur- und Frühgeschichte: rund 10.000 Jahre Geschichte von Vorpommern und Rügen, Werkzeuge aus Feuerstein, Knochen und Geweih, später Bronze und Eisen. Aus den Grabungen nahe Ralswiek, das ein bedeutender Seehandelsplatz geworden war, stammen Funde von Großbooten und ein Schatz von 2.000 arabischen Silbermünzen. Drei Goldfunde werden gezeigt, unter ihnen der Hiddenseer Goldschmuck und die Goldringe von Peenemünde. Dann die Stadtgeschichte. Sie beginnt mit der Urkunde vom 31. Oktober 1234, mit der Wizlaw I. Stralsund das Stadtrecht nach Rostocker Vorbild verlieh, also das Lübische. Alle gezeigten Urkunden sind Faksimiles, die Originale liegen im Stadtarchiv. Ausgestellt sind auch die Urkunde zum Frieden von Stralsund von 1370 und die älteste gemalte Stadtansicht, von 1583. Sie zeigt die drei Pfarrkirchen St. Marien, St. Nikolai und St. Jakobi. Vom Reichtum der Kaufleute erzählen die Grapen, dreibeinige bronzene Kochgefäße. Die große Sammlung ist nahezu einmalig. Dazu kommt ein Olifant aus dem Portugal des 15. Jahrhunderts. Vom Stralsunder Kirchenbrechen 1525, einem Sturm von nahezu 4000 Menschen auf die Kirchen und Klöster der Stadt, zeugt ein stark beschädigtes Fragment einer Beweinung Christi. Aus St. Nikolai stammt der Altar der Barbiere, aus St. Jakobi eine Wandverkleidung aus Eichenholz mit 70 verschiedenen Mustern. Bürgermeister Bartholomäus Sastrow schrieb eine Autobiografie, die zu den wichtigsten Texten ihrer Art im 16. Jahrhundert zählt. Und nach der Abwehr der Belagerung Wallensteins 1628 kam Stralsund für nahezu 200 Jahre zum Königreich Schweden. Zu sehen sind außerdem Gemälde von Caspar David Friedrich und Philipp Otto Runge, Fayencen aus Stralsund und historisches Kinderspielzeug. Zum Schluss das Haus selbst: Das Museum begann 1859 im Ostflügel des Rathauses. Dorthin kommen wir noch.
Sie stehen vor dem Stralsund Museum im ehemaligen Katharinenkloster. Es wurde 1859 als Provinzialmuseum für Neuvorpommern und Rügen eingerichtet und ist das älteste Museum dieser Art in Mecklenburg-Vorpommern. Bis 2015 hieß es Kulturhistorisches Museum.
Hinter diesen Mauern liegt ein Museum, das 1859 eröffnet wurde. Hier liegen Dinge, die Menschen vor sehr langer Zeit benutzt haben: Werkzeuge aus Feuerstein, Gefäße aus gebranntem Ton und Schmuck aus Gold. Bei Grabungen nahe Ralswiek wurde ein Schatz von 2.000 arabischen Silbermünzen gefunden. Auch altes Kinderspielzeug gehört zur Sammlung. Was glaubst du: Womit haben Kinder vor langer Zeit gespielt?
Koordinaten: 54.3125, 13.0879 · auf der Karte